31 March 2026, 12:34

Mietstreit zwingt Berliner Easy Apotheke in die Insolvenz – trotz guter Geschäfte

Apothekenladen mit einem Fahrzeug davor und einem Gebäude links daneben.

Mietstreit zwingt Berliner Easy Apotheke in die Insolvenz – trotz guter Geschäfte

Eine bekannte Apotheke im Westen Berlins hat geschlossen, nachdem ihre Inhaberin, Sohir Ammar, Insolvenz angemeldet hatte. Die Easy Apotheke in der Wilmersdorfer Straße schloss 2025 ihre Türen und hinterlässt Kunden und Mitarbeiter ohne eine lokale Bezugsquelle. Die Schließung war nicht auf schlechte Geschäfte zurückzuführen, sondern auf einen Mietstreit, der in finanzielle Schwierigkeiten mündete.

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Sohir Ammar, eine 44-jährige Apothekerin, hatte 2023 zwei Filialen der Easy Apotheke übernommen. Beide Standorte waren profitabel, und die Branche selbst zeigte keine Anzeichen eines allgemeinen wirtschaftlichen Abschwungs. Ihre finanziellen Probleme begannen, als der Mietvertrag für den Standort in der Wilmersdorfer Straße nicht verlängert wurde, was die Schließung erzwang.

Der Eigentümer der Immobilie hatte sich gegen eine Vertragsverlängerung entschieden und plant offenbar eine andere Nutzung der Räumlichkeiten. Diese Entscheidung ließ Ammar mit laufenden Finanzierungskosten zurück – ohne die Einnahmen aus dem Standort. In der Folge sah sie sich mit Verbindlichkeiten im siebenstelligen Bereich konfrontiert.

Das Insolvenzverfahren läuft derzeit und soll voraussichtlich bis August abgeschlossen sein. Die Zukunft des Standorts in der Wilmersdorfer Straße bleibt ungewiss; offizielle Pläne gibt es bisher nicht. Gerüchten zufolge könnte eine andere Apotheke einziehen, doch der Eigentümer hat sich nicht geäußert.

Unterdessen bleibt Ammars zweite Filiale am Kurfürstendamm mit acht Mitarbeitern in Betrieb. Hätte sie den Mietvertrag verlängern können, wäre die Insolvenzanmeldung nicht nötig gewesen.

Die Schließung der Apotheke in der Wilmersdorfer Straße hinterlässt eine Lücke im Stadtteil, während die Filiale am Kurfürstendamm weiter geöffnet bleibt. Ammars Insolvenz ist direkt auf die Kündigung des Mietvertrags zurückzuführen – nicht auf branchenweite Probleme. Das Ergebnis des Verfahrens wird ihre finanzielle Zukunft bestimmen; eine Klärung wird in den kommenden Monaten erwartet.

Quelle