07 June 2026, 04:18

Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Einbruch mit Rekordzahlen

Bau von Wohnungen in NRW sinkt    Moenchengladbach baut mehr Apartments

Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Einbruch mit Rekordzahlen

Nordrhein-Westfalen verzeichnet niedrigsten Wohnungsbau seit 14 Jahren

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2025 sank die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Nordrhein-Westfalen auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren: Nur 37.185 Wohneinheiten wurden fertiggestellt – ein Rückgang um 9,4 Prozent im Vergleich zu 2024. Die Bauquote des Landes fiel damit auf 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner. Doch Mönchengladbach schwamm gegen den Trend und verdreifachte seine Fertigstellungen fast: 758 Wohnungen entstanden dort im selben Zeitraum.

Der Erfolg der Stadt gründet auf massiven Investitionen in den sozialen Wohnungsbau. 2024 gab Mönchengladbach 274 Prozent des ursprünglich veranschlagten Budgets für solche Projekte aus – ein dramatischer Anstieg gegenüber nur fünf Prozent im Jahr 2021. Dieser Schub führte 2025 zu 218 geförderten Wohneinheiten, unterstützt durch 43,2 Millionen Euro an Fördermitteln – fast so viel wie im Rekordjahr zuvor.

Die Wohnungsbauquote der Stadt liegt nun bei 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner und damit 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Nur Köln (42,6) und Münster (38,6) schnitten besser ab. Oberbürgermeister Felix Heinrichs führte den Erfolg auf konsequente Stadtplanung und mutige finanzpolitische Entscheidungen zurück – trotz steigender Kosten und strengerer Kreditbedingungen.

Seit 2023 hat die Mönchengladbacher Wohnungsbauinitiative rund 43 Millionen Euro an städtischen Mitteln in neue Projekte gesteckt. Jeder von der Stadt investierte Euro hebelte bis zu fünf Euro an zusätzlichen Krediten und Zuschüssen. Das Programm «Wohnen für alle» setzt zudem auf bezahlbaren Wohnraum, barrierearme Gestaltung und die Belebung innerstädtischer Gebiete. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft WohnBau Mönchengladbach treibt einen Großteil der Neubauten voran.

Die Baugenehmigungen für Wohnungen stiegen 2025 um 73,6 Prozent. Doch die Herausforderungen bleiben: Die Baukosten kletterten Anfang 2025 um weitere 3,2 Prozent, während die Zinsen – einst nahe null – nun zwischen drei und vier Prozent liegen. Seit 2022 hat sich die Finanzierung damit deutlich verteuert.

Mönchengladbachs Ansatz hebt die Stadt in einem schwächelnden Markt hervor. Mit 758 fertiggestellten Wohnungen 2025 belegt sie Platz drei unter den kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens. Dank hoher Subventionen, steigender Genehmigungen und zielgerichteter Initiativen drängt die Kommunalpolitik weiter voran – während andere Regionen unter Kosten und Zinsen ächzen.

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