Neue Integrationsstrategie: Bundesregierung setzt auf syrische Diaspora statt Abschiebedebatten
José MartinNeue Integrationsstrategie: Bundesregierung setzt auf syrische Diaspora statt Abschiebedebatten
Entwicklungsministerin Svenja Schulze – ihre Nachfolgerin Reem Alabali-Radovan kritisierte jüngst die anhaltenden Debatten über Abschiebungen von Syrern nach Syrien. Solche Diskussionen schürten unnötige Verunsicherung bei Menschen, die längst einen Beitrag für die Gesellschaft leisteten, warnte sie. Die Ministerin äußerte sich während eines Treffens mit Vertretern der syrischen Diaspora vergangene Woche in Berlin.
Auf der Plattform Neuanfang für Syrien betonten Teilnehmer ihre jahrelangen Bemühungen im Wiederaufbau und bei der Integration. Viele hoben ihre engen Bindungen an Deutschland hervor und ihren anhaltenden Einsatz für den Wiederaufbau Syriens aus dem Ausland. Alabali-Radovan würdigte diese Leistungen und verwies darauf, dass Syrer seit Langem eine zentrale Rolle beim Wiederaufbau ihrer Heimat spielten.
Die Ministerin kündigte zudem Pläne an, die deutsche Diaspora künftig stärker in Entwicklungsprojekte einzubinden. Ihre Expertise solle die künftige Zusammenarbeit prägen – statt in politischen Grabenkämpfen unterzugehen, argumentierte sie. Ihre Äußerungen deuten auf einen Kurswechsel hin: weg von polarisierenden Debatten, hin zu praktischer Zusammenarbeit.
Alabali-Radovans Haltung setzt auf Integration und Entwicklung statt auf erzwungene Rückführungen. Die Bundesregierung will das Wissen der Diaspora nun gezielt in offizielle Programme einbinden. Für viele Syrer in Deutschland bietet dieser Ansatz eine klarere Perspektive als die Diskussionen über Abschiebungen.






