07 April 2026, 00:27

Neuer Großanbieter für seltene Therapien revolutioniert niederländischen Versandapothekenmarkt

Plakat mit verschiedenen Medikamenten wie Flaschen und Schachteln mit Text 'Piperazine Midy - Antigripine Midy Provence' unten.

Neuer Großanbieter für seltene Therapien revolutioniert niederländischen Versandapothekenmarkt

Dritter großer Akteur im niederländischen Versandapothekenmarkt: Spezialisierung auf seltene und komplexe Therapien

Im niederländischen Versandapothekensektor hat sich mit der International Specialty Pharmacy Rare & Orphan Diseases (ISP) ein dritter großer Anbieter etabliert, der sich auf seltene und hochspezialisierte Behandlungen konzentriert. Das Unternehmen verzeichnete 2024 einen Umsatz von 245 Millionen Euro. ISP versorgt Patienten mit ungewöhnlichen Erkrankungen und bietet Dienstleistungen wie sterile Rezepturherstellung sowie kostspielige Enzymersatztherapien an.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Apotheke hat ihren Hauptsitz in den Niederlanden, unterhält aber enge Verbindungen zu einer deutschen Partnerapotheke. Die Muttergesellschaft, United Healthcare Partners (UHP) mit Sitz in der Schweiz, betreut jährlich über 5.000 Patienten mit seltenen Erkrankungen und beschäftigt 600 Fachkräfte im Gesundheitswesen.

Jährlich führt ISP rund 42.000 Infusionen durch und liefert 100.000 spezielle Arzneimittel aus. Einige der angebotenen Enzymtherapien können pro Patient und Jahr bis zu 1,5 Millionen Euro kosten. Trotz der hohen Preise bleiben die Gewinnmargen des Unternehmens jedoch gering.

Der niederländische Markt für verschreibungspflichtige Medikamente wird mit einem Volumen von einer Milliarde Euro von der Shop Apotheke dominiert, die etwa die Hälfte des Marktes kontrolliert. Es folgt DocMorris mit einem Umsatz von 250 Millionen Euro. UHP hingegen veröffentlicht keine finanziellen Details, doch seine Leistungen entsprechen der Heimversorgungsrichtlinie (HKP), die auch kurze subkutane Infusionen als verordnungsfähige Behandlungen zulässt.

Das Wachstum von ISP spiegelt die steigende Nachfrage nach spezialisierten Therapien für seltene Erkrankungen in Europa wider. Während der breitere Arzneimittelmarkt von hohen Margen geprägt ist, setzt das Unternehmen auf ein Modell mit großem Volumen, aber schmalen Gewinnspannen. Mit der Unterstützung von UHP trägt ISP dazu bei, den Zugang zu komplexen Behandlungen für tausende Patienten zu erweitern.

Quelle