Niedersachsen kämpft mit neuer Initiative gegen Leerstand und Wohnungsmangel
José MartinNiedersachsen kämpft mit neuer Initiative gegen Leerstand und Wohnungsmangel
Niedersachsen startet Initiative gegen Leerstand in Einfamilienhäusern und Wohnungsmangel
Das Land Niedersachsen hat eine neue Initiative ins Leben gerufen, um ungenutzte Einfamilienhäuser besser zu nutzen und der Wohnungsnot entgegenzuwirken. Mit 160.000 Euro fördert das Land das auf drei Jahre angelegte Projekt „Perspektive EFH“ (Perspektive Einfamilienhaus). Ziel ist es, Kommunen bei der Entwicklung von Wohnraumstrategien zu unterstützen und lokale Nachbarschaftsnetzwerke zu stärken.
Im Fokus stehen Einfamilienhausgebiete, die zwischen den 1950er- und 1980er-Jahren entstanden sind. Viele dieser Immobilien werden heute aufgrund veränderter Familienstrukturen und fehlender bezahlbarer Wohnalternativen nicht mehr optimal genutzt. Die Landesregierung sieht darin eine Chance, nachhaltige Stadtentwicklung voranzutreiben.
Eingerichtet wird eine Beratungs- und Koordinierungsstelle, die Kommunen begleiten soll. Zu den zentralen Maßnahmen gehören die Erstellung von Informationsmaterialien, die Durchführung von Veranstaltungen sowie der Aufbau eines landesweiten Netzwerks. Federführend ist der gemeinnützige Verein FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V., der sich auf gemeinschaftliche Wohnlösungen spezialisiert hat.
Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne betonte, das Projekt setze ein Zeichen für eine kluge Wohnraumpolitik. Es gehe darum, den bestehenden Wohnungsbestand effizienter zu nutzen und gleichzeitig das soziale Miteinander in den Quartieren zu fördern.
Die 160.000 Euro fließen über drei Jahre in das Vorhaben. Kommunen erhalten Werkzeuge und Leitlinien, um Einfamilienhausgebiete an moderne Bedürfnisse anzupassen. Langfristig soll die Initiative als Modell für nachhaltige Wohnraumentwicklung in der gesamten Region dienen.






