17 June 2026, 17:19

Niedersachsen treibt Windkraftausbau mit strengen Flächenvorgaben voran

Wo neue Windkraftanlagen im Gebiet errichtet werden sollen: Pläne liegen vor

Niedersachsen treibt Windkraftausbau mit strengen Flächenvorgaben voran

Niedersachsen hat strenge gesetzliche Vorgaben festgelegt, um den Ausbau der Windenergie an Land bis 2027 deutlich voranzutreiben. Die Region Braunschweig muss nun 2,46 Prozent ihrer Fläche für Windkraft ausweisen – das entspricht etwa 12.500 Hektar. Eine neue Phase der Raumplanung ist derzeit im Gange, um dieses Ziel zu erreichen.

Der Regionalverband Braunschweig hat bereits Vorranggebiete identifiziert, die fast 15.000 Hektar – rund 2,9 Prozent der Gesamtfläche der Region – umfassen. Allerdings wird der Entwurf des Plans nach öffentlicher Rückmeldung überarbeitet. Dabei wurden 56 der ursprünglich vorgesehenen Zonen angepasst, acht Standorte wurden komplett aus der Liste der Vorranggebiete gestrichen.

Ein großes Gebiet zwischen Seershausen, Hillerse und Edemissen gehört nicht mehr zu den priorisierten Flächen. Gleichzeitig wurde ein neues Areal südlich von Kirchberg bei Seesen aufgenommen. Der überarbeitete Plan sieht zudem eine kommunale Opt-in-Klausel vor, die es Städten und Gemeinden ermöglicht, zusätzliche Flächen bereitzustellen, um die Ziele für 2032 zu unterstützen.

Trotz der bisherigen Fortschritte muss die Region ihre Anstrengungen verstärken, um die verbindlichen gesetzlichen Vorgaben für den Windkraftausbau zu erfüllen. Der aktualisierte Plan zielt darauf ab, den Ausbau mit lokalen Belangen in Einklang zu bringen. Die Region verfügt nun über klare Ziele und flexible Lösungsansätze, um diese zu erreichen. Ob die Vorgaben für 2027 und 2032 erfüllt werden, hängt von weiteren Anpassungen und einer engen Zusammenarbeit aller Beteiligten ab.

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