22 May 2026, 22:29

Ökonomin Ulrike Malmendier zerpflückt Deutschlands pauschale Krisenhilfen als Geldverschwendung

Former Economist Criticizes 'Scattergun' Approach to Relief Measures

Ökonomin Ulrike Malmendier zerpflückt Deutschlands pauschale Krisenhilfen als Geldverschwendung

Ulrike Malmendier, Finanzprofessorin an der University of California, Berkeley und ehemalige Wirtschaftsberaterin, hat die jüngsten Krisenhilfemaßnahmen Deutschlands scharf kritisiert. Ihrer Ansicht nach verschwendet die Regierung mit ihrem undifferenzierten Ansatz Steuergelder und verfehlt dabei diejenigen, die am dringendsten Unterstützung benötigen.

Malmendier argumentiert, dass der für alle Bürger geltende Tankrabatt auf die 20 Prozent ärmsten Haushalte hätte beschränkt werden sollen. Das Bundesfinanzministerium hätte ihrer Meinung nach bestehende Daten nutzen können, um die Hilfen zielgenauer zu verteilen. Statt pauschaler Maßnahmen schlägt sie vor, Steuer- und Sozialdaten zu verknüpfen, um diejenigen zu identifizieren, die tatsächlich Unterstützung brauchen.

Darüber hinaus weist sie auf tiefgreifendere Systemmängel hin. Die aktuellen Regelungen bei Sozialleistungen, so Malmendier, schaffen falsche Anreize und entmutigen Menschen zur Arbeit. Diese strukturellen Probleme müssten vor jeder weiteren Debatte über Umverteilung gelöst werden.

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Jenseits des Tankrabatts sieht Malmendier jedoch auch größere Reformchancen. Durch Bürokratieabbau und eine Modernisierung der Arbeitsmarktregulierung ließe sich das Steuersystem gerechter gestalten. Solche Änderungen, so ihre Überzeugung, würden nicht nur erhebliche Mittel sparen, sondern könnten sogar künftige Steuererhöhungen in zentralen Bereichen verhindern.

Ihre Vorschläge zielen auf eine datengestützte, zielgenaue Verteilung von Hilfen und strukturelle Reformen ab. Durch eine Konzentration auf die am stärksten Betroffenen und die Behebung von Fehlanreizen, so Malmendier, könnte Deutschland mit weniger Ausgaben bessere Ergebnisse erzielen. Bisher hat die Bundesregierung auf ihre Empfehlungen noch nicht reagiert.

Quelle