Olympia-Bewerbung 2036: Warum Berlin gegen Widerstand kämpft – und andere Städte jubeln
Nikolaus FreudenbergerOlympia-Bewerbung 2036: Warum Berlin gegen Widerstand kämpft – und andere Städte jubeln
Deutschlands Olympia-Bewerbung stößt auf wachsenden Widerstand
In Berlin sammeln Aktivisten der NoOlympia-Kampagne Unterschriften, um eine öffentliche Abstimmung über die Austragung der Spiele zu erzwingen. Währenddessen zeigen andere Städte deutliche Unterstützung – die endgültige Entscheidung bleibt jedoch ungewiss vor einem entscheidenden Treffen im September.
Die NoOlympia-Bewegung, unterstützt von der Linken und den Grünen, setzt sich gegen eine mögliche Berliner Olympia-Bewerbung ein. Ihr Ziel ist ein Bürgerentscheid, doch rechtliche Hürden bedeuten, dass eine solche Abstimmung frühestens 2027 stattfinden könnte. Trotz dieser Unsicherheit weisen Bürgermeister Kai Wegner und Sportchef Kaweh Niroomand Bedenken zurück: Ein Referendum stelle kaum eine Gefahr für ihre Pläne dar.
Wegner selbst hatte einen Bürgerentscheid einst als Option ins Spiel gebracht, was die Grünen und die Linke jedoch ablehnten. Berlins Lage unterscheidet sich deutlich von der Hamburgs, wo 2015 eine Mehrheit von 51,6 Prozent der Bürger eine Olympia-Bewerbung ablehnte. Hamburgs aktuelle Haltung bleibt unklar – Umfragen zeigen gemischte Zustimmungswerte. Anders als in Berlin erfordert die Hansestadt bei Volksabstimmungen die Einbindung der Opposition und eine Zweidrittelmehrheit im Landesparlament.
In München und Nordrhein-Westfalen hingegen gibt es starke Unterstützung für eine Bewerbung, mit rund zwei Dritteln der Befragten, die dafür sind. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September entscheiden, welche Stadt oder Region Deutschlands offiziellen Vorschlag einreichen darf. Falls Berlin gewählt wird, könnte die Bewerbung dennoch 2027 noch einer öffentlichen Abstimmung unterzogen werden.
Die DOSB-Entscheidung im September wird über Deutschlands Olympia-Kandidaten bestimmen. Während Berlins Bewerbung unter Druck der Aktivisten steht, zeigen andere Regionen klare Begeisterung. Jede endgültige Wahl könnte jedoch noch von den Wählern kassiert werden, sollte es zu einem Bürgerentscheid kommen.






