Pflegeversicherung steht vor 7,5-Milliarden-Loch – Ministerin warnt vor drohender Pleitewelle
Fatima TrubinPflegeversicherung steht vor 7,5-Milliarden-Loch – Ministerin warnt vor drohender Pleitewelle
In Deutschlands gesetzlicher Pflegeversicherung klafft ein deutlich größeres Finanzloch als zunächst angenommen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat die Zahlen nun nach oben korrigiert – für das kommende Jahr wird ein weit höheres Defizit erwartet als bisher bekannt.
Zuvor war von einer Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 6 Milliarden Euro ausgegangen worden. Warken bestätigte nun jedoch, dass das Minus stattdessen 7,5 Milliarden Euro betragen wird. Die aktualisierten Prognosen wurden den Gesundheitsministern der Länder in einer aktuellen Unterrichtung vorgelegt.
Die Ministerin warnte zudem vor einer weiteren Verschärfung der Finanzlage in den folgenden Jahren. Bei anhaltender Entwicklung könnte das System bis 2028 ein jährliches Defizit von über 15 Milliarden Euro verzeichnen.
Die neuen Berechnungen unterstreichen die wachsende finanzielle Belastung der Pflegeversicherung. Die Verantwortlichen stehen nun vor der Aufgabe, im nächsten Jahr ein Minus von 7,5 Milliarden Euro zu bewältigen – mit noch größeren Lücken in der Zukunft. Die korrigierten Zahlen dürften die anstehenden politischen Weichenstellungen zu Finanzierung und Reformen maßgeblich prägen.






