Pro Bahn warnt vor MVG-Fahrplankürzungen: Pendler in München leiden unter Sparplänen
Fatima TrubinPro Bahn warnt vor MVG-Fahrplankürzungen: Pendler in München leiden unter Sparplänen
Die Fahrgastorganisation Pro Bahn hat Bedenken gegen die geplanten Fahrplanänderungen der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) für 2026/2027 geäußert. Sie warnt, dass die vorgesehenen Kürzungen auf stark frequentierten Strecken wie der U-Bahn-Linie U7 und der Straßenbahnlinie 25 Pendlerinnen und Pendler benachteiligen würden. Als Grund für die Anpassungen macht die Organisation den angespannten Haushalt der Stadt München aus.
Laut Pro Bahn widerspricht die Reduzierung des Angebots dem wachsenden Fahrgastaufkommen in der Stadt. Stattdessen müsse der Öffentliche Nahverkehr ausgebaut und nicht eingeschränkt werden, um die steigende Nachfrage zu bedienen und die Ziele der Münchner Verkehrs- und Mobilitätswende zu unterstützen.
Die Organisation kritisiert zudem frühere Investitionsentscheidungen. Gelder seien ihrer Ansicht nach für Projekte mit geringem Nutzen verschwendet worden, anstatt die Kernleistungen zu verbessern. Pro Bahn betont, dass durch bessere Planung und die Lösung von Kapazitätsengpässen in den Depots Kosten gespart und gleichzeitig die Servicequalität aufrechterhalten werden könnte.
Um eine stabile Finanzierung zu sichern, fordert Pro Bahn die kommunalen, Landes- und Bundebehörden auf, sich zu inflationsangepassten, pro-Kopf-Beiträgen für den ÖPNV zu verpflichten. Es brauche eine klare finanzielle Zusage, um weitere Kürzungen zu verhindern und die langfristige Zuverlässigkeit des Systems zu gewährleisten.
Die Kritik von Pro Bahn unterstreicht den Konflikt zwischen Haushaltszwängen und den Anforderungen an das Verkehrsangebot. Die Organisation plädiert für kluge Infrastrukturinvestitionen und eine verlässliche Finanzierung, um Einschränkungen auf wichtigen Strecken zu vermeiden. Ohne Gegenmaßnahmen drohe dem Münchner Nahverkehrssystem eine weitere Belastung.






