Räumungsdrohung gegen Club Cassiopeia: RAW-Gelände in Berlin vor dem Umbruch
Nikolaus FreudenbergerRäumungsdrohung gegen Club Cassiopeia: RAW-Gelände in Berlin vor dem Umbruch
Streit um die Zukunft des Berliner RAW-Geländes eskaliert – Club Cassiopeia droht Räumung ab nächster Woche
Das ehemalige Reichsbahn-Ausbesserungswerk RAW in Berlin, heute ein beliebter Kultur- und Freizeitort für Einheimische und Touristen, steht im Mittelpunkt eines zunehmenden Konflikts. Der Club Cassiopeia könnte bereits in der kommenden Woche geräumt werden.
Beteiligt an der Auseinandersetzung sind die Kurth-Gruppe, der Senat und der lokale Bezirk. Streitpunkt ist, wie viele Wohnungen gebaut und wie viele historische Hallen erhalten bleiben sollen. Im Januar hatte die Kurth-Gruppe auf eine schnellere Baugenehmigung gedrängt, um mit dem Wohnungsbau zu beginnen.
Mitte Mai legten Senat und Bezirk einen Rahmenvertrag vor, den die Kurth-Gruppe jedoch ablehnte – die Spannungen verschärften sich weiter. Seither wurden einige Mieter, darunter der Club Cassiopeia, aufgefordert, Teile des Geländes zu räumen.
Benjamin Kiepurning, Mitarbeiter des Club Cassiopeia, startete eine Petition, in der er die Kurth-Gruppe auffordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Dutzende demonstrierten zudem auf dem Kurfürstendamm mit dem Spruch „RAW für alle – Cassiopeia & Co. müssen bleiben“.
Die Räumungsdrohung gegen den Club Cassiopeia wird immer konkreter, die Frist könnte bereits nächste Woche ablaufen. Die Petition und die Proteste zeigen eine wachsende öffentliche Unterstützung für den Erhalt der kulturellen Nutzung des Geländes. Ob eine Lösung gefunden wird, hängt nun davon ab, ob die Verhandlungen zwischen den Beteiligten wiederaufgenommen werden.
