10 April 2026, 16:23

Reichstag rüstet IT gegen Cyberangriffe auf – 3.800 Kilometer Kabel werden ersetzt

Großes modernes Gebäude mit vielen Fenstern, als Bundestag in Berlin, Deutschland identifiziert, umgeben von Straßeninfrastruktur und Fußgängern, mit Flaggen und Bäumen im Vordergrund und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Reichstag rüstet IT gegen Cyberangriffe auf – 3.800 Kilometer Kabel werden ersetzt

Der Deutsche Bundestag plant eine umfassende Modernisierung der IT-Infrastruktur des Reichstagsgebäudes, um sich besser gegen Cyberbedrohungen zu wappnen. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner gab das Vorhaben bekannt, das den Austausch tausender Kilometer Kabel und hunderte Server umfasst. Die Maßnahme ist Teil einer größeren Initiative zur Erhöhung der Sicherheit und zur Verringerung der Abhängigkeit von externen Anbietern.

Im Rahmen der Sanierung werden 3.800 Kilometer Kupferkabel, 300 Kilometer Glasfaserkabel und 300 Datenverteilungseinheiten ersetzt. Zudem werden hunderte Server auf den neuesten Stand gebracht, um das System zu modernisieren. Ziel ist es, die Abwehrkräfte gegen Cyberangriffe und Systemausfälle zu stärken.

Das Projekt folgt einer sogenannten "3-S-Strategie", die auf Sicherheit, Souveränität und Service setzt. Der digitale Zugriff wird stärker eingeschränkt, um die Kontrolle über die Datennutzung zu verschärfen. Gleichzeitig soll der Bundestag seine Abhängigkeit von einzelnen Anbietern und externen Infrastrukturen verringern.

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Ein weiterer zentraler Baustein des Plans ist das Bundestagspolizeigesetz, das den Datenaustausch mit Nachrichtendiensten ermöglichen soll. Damit sollen potenzielle Risiken unter den jährlich zwei Millionen Besuchern des Reichstags frühzeitiger erkannt werden. Präsidentin Klöckner erwartet, dass die Fraktionen das Gesetz noch bis Jahresende finalisieren.

Die Aufrüstung wird die Widerstandsfähigkeit des Reichstags gegen Cyberrisiken und Systemstörungen deutlich verbessern. Durch rechtliche Anpassungen soll zudem die Bedrohungserkennung durch den Austausch von Daten optimiert werden. Nach Abschluss des Projekts sollen sowohl die digitalen Systeme als auch die Besucher besser geschützt sein.

Quelle