20 April 2026, 14:29

Rheinische Post will westfälische Zeitungen übernehmen und Markt dominieren

Schwarze Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939, betitelt "Weitpreubliche Zeitung", mit einer Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Tracht in einer feierlichen Umgebung.

Rheinische Post will westfälische Zeitungen übernehmen und Markt dominieren

Die Rheinische Post hat Pläne bekannt gegeben, die westfälischen Zeitungen und deren Online-Plattformen zu übernehmen. Der Anfang März angekündigte Deal würde ihre Präsenz in ganz Nordrhein-Westfalen ausbauen. Falls die Übernahme vollzogen wird, wird die Gruppe die größte tägliche Auflage in der Region halten.

Die geplante Akquise ist Teil eines größeren Wandels in der deutschen Medienlandschaft. Immer mehr Verlage schließen sich zu großen Konzernen zusammen, um ihre Marktposition zu stärken. Die Rheinische Post strebt an, ihre Vorherrschaft im Zeitungssektor des Bundeslandes weiter auszubauen.

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Bei der Prüfung solcher Geschäfte konzentriert sich das Bundeskartellamt lediglich auf zwei Aspekte: Leserzahlen und Wettbewerb im Anzeigengeschäft. Ob Fusionen die Meinungsvielfalt im Journalismus beeinträchtigen könnten, wird nicht bewertet. Diese Beschränkung bedeutet, dass die Behörde Übernahmen nicht aufgrund von Bedenken hinsichtlich des Medienpluralismus blockieren kann.

Durch die Übernahme würde die Rheinische Post zum führenden Tageszeitungsverlag in Nordrhein-Westfalen aufsteigen. Die Regulierungsbehörden werden die Auswirkungen auf Leser und Werbekunden prüfen, nicht jedoch die redaktionelle Vielfalt. Die Entscheidung wird die Zukunft der lokalen Medien in der Region maßgeblich prägen.

Quelle