08 June 2026, 06:16

Rheinmetall verkauft Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Sparte, um sich auf Verteidigung zu konzentrieren

Rheinmetall verkauft Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte an Investmentfirma AEQUITA für vorläufig 350 Millionen Euro

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich mit der Investmentgesellschaft AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Die Transaktion markiert einen weiteren Schritt in der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens hin zu Verteidigungsgeschäften – nach den zuvor erfolgten Verkäufen seiner Kolbenaktivitäten. Beide Seiten bewerten den Deal als bedeutenden Meilenstein für ihre jeweiligen Unternehmensstrategien.

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Die Sparte, zu der Marken wie Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice gehören, erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro und beschäftigt etwa 6.250 Mitarbeiter an mehreren Standorten. AEQUITA wird den Bereich als eigenständiges Unternehmen übernehmen, alle Arbeitsplätze erhalten und die bestehenden Markennamen beibehalten.

Nicht Teil des Verkaufs sind bestimmte Vermögenswerte: Rheinmetall behält die Dermalog SensorTec, das spanische Pierburg-Werk in Abadiano sowie drei deutsche Standorte, die mit dem Joint Venture KS Huayu AluTech verbunden sind. Zudem umfasst der Deal die Markenrechte für die übertragenen Marken.

Rheinmetall-Chef Armin Papperger bezeichnete den Verkauf als „historischen Meilenstein“ für das Unternehmen. Die Transaktion folgt auf die Veräußerungen der Groß- und Kleinmotoren-Kolbenaktivitäten in den Jahren 2023 und 2024 und unterstreicht die konsequente Fokussierung auf das Verteidigungsgeschäft. Axel Geuer, Vorstandsvorsitzender und Co-CEO von AEQUITA, betonte, dass der Zukauf die Automobilumsätze des Unternehmens auf etwa 5 Milliarden Euro steigern werde.

Der Abschluss des Geschäfts steht noch unter dem Vorbehalt finaler Anpassungen und behördlicher Genehmigungen. Die vollständige Abwicklung wird für das vierte Quartal 2026 erwartet.

Sobald die Transaktion finalisiert ist, wird AEQUITA sein Automobilgeschäft ausbauen, während Rheinmetall seine Portfoliobereinigung fortsetzt. Die Power-Systems-Sparte wird unter den bisherigen Markennamen eigenständig weitergeführt – ohne unmittelbare Veränderungen bei Personal oder Produktion. Der genaue Zeitplan für den Abschluss hängt von den noch ausstehenden regulatorischen Freigaben und finanziellen Feinabstimmungen ab.

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