"Sabotage": Wie Sara Angius im LOT-Theater Manipulation auf die Bühne bringt
Fatima Trubin"Sabotage": Wie Sara Angius im LOT-Theater Manipulation auf die Bühne bringt
Die Künstlerin Sara Angius hat im ehemaligen LOT-Theater in Braunschweig eine neue Performance mit dem Titel Sabotage präsentiert. Das gemeinsam mit Johanna Ehlert entwickelte Werk setzt sich mit den Themen Manipulation und Kontrolle auseinander. Es ist Teil des Braunschweiger Festivals Hammer!, das unabhängige Künstler:innen fördert.
Inspiriert von Platons Höhlengleichnis hinterfragt die Performance den Begriff des freien Willens und zeigt auf, wie unsichtbare Kräfte das menschliche Handeln lenken. Angius wirft sogar eine Schere ins Publikum, um Reaktionen und Reflexion zu provozieren.
Auf der Bühne bewegen die Performenden mithilfe von Schnüren und Seilzügen Objekte, eine Puppe und einander selbst – eine bildhafte Metapher, die die zentrale Botschaft unterstreicht: Immer zieht jemand die Fäden. Angius verweist zudem auf Online-Interaktionen als modernes Beispiel für Manipulation im Alltag.
Das LOT-Theater ist für unabhängige Künstler:innen in Braunschweig von zentraler Bedeutung. Die Stadt unterstützt kreative Projekte nur, wenn sie sowohl eine Probenfläche als auch einen Aufführungsort nachweisen können. Damit wird das Theater zu einer unverzichtbaren Ressource für lokale Schöpfer:innen.
Ziel der Performance ist es, das Publikum für verborgene Einflüsse zu sensibilisieren. Durch eindrucksvolle Bilder und direkte Einbindung regen Angius und Ehlert dazu an, darüber nachzudenken, wer tatsächlich die Macht innehat. Am Ende bleibt beim Publikum eine klare Frage zurück: Wie frei sind die eigenen Entscheidungen wirklich?






