23 April 2026, 14:42

Salzgitter startet Bau der Wasserstoff-Demoanlage für klimaneutralen Stahl

Ein großes wasserstoffbetriebenes Strahltriebwerk auf einem Zug mit einer Person daneben vor einem Hintergrund aus Hügeln und einem klaren blauen Himmel.

Salzgitter startet Bau der Wasserstoff-Demoanlage für klimaneutralen Stahl

Die Salzgitter AG hat mit dem Bau einer neuen Demonstrationsanlage zur Herstellung von direktreduziertem Eisen (DRI) im Rahmen ihres SALCOS-Projekts begonnen. Die Anlage mit dem Namen μDRAL soll den flexiblen Betrieb mit Erdgas und Wasserstoff testen. Mit einem feierlichen Spatenstich wurde der Baubeginn eingeleitet, an dem hochrangige Vertreter teilnahmen.

Die Errichtung der Anlage folgt auf eine Investition von 13,6 Millionen Euro durch die Salzgitter-Gruppe, wobei 40 % der Mittel vom Bundesumweltministerium bereitgestellt werden. Entwickelt wurde die Anlage vom Technologiepartner Tenova. μDRAL wird eine tägliche Produktionskapazität von 2.500 Kilogramm aufweisen und kann den Brennstoffmix stufenlos von 0 % bis 100 % Wasserstoff anpassen – ein entscheidender Schritt für den schrittweisen Übergang zu neuen Energieträgern.

Zunächst soll das produzierte DRI einen Teil der bisher im Hochofen und Lichtbogenofen des Salzgitter-Werks in Peine eingesetzten Kohlenstaubinjektion ersetzen. Das Vorhaben ist Teil von SALCOS, der langfristigen Strategie des Unternehmens, die Stahlproduktion bis 2050 auf wasserstoffbasierte Verfahren umzustellen. An der Grundsteinlegung nahmen unter anderem Professor Heinz Jörg Fuhrmann, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, Bundesumweltministerin Svenja Schulze, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sowie Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel teil.

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Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das erste Halbjahr 2022 geplant. Bei Erfolg könnte der Umstieg die CO₂-Emissionen der Stahlproduktion um bis zu 95 % senken. Die μDRAL-Anlage markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg der Salzgitter AG zu einer klimafreundlicheren Stahlherstellung. Ab Anfang 2022 wird sie die Rolle von Wasserstoff bei der Emissionsreduzierung erproben. Das Projekt unterstreicht zudem die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Politik bei der Finanzierung kohlenstoffarmer Industriekonzepte.

Quelle