18 June 2026, 18:13

Schluss mit Pink Tax: Friseure müssen Preise nach Leistung statt Geschlecht berechnen

Friseur erklärt: Warum sich die Haarschnittpreise bald ändern werden

Schluss mit Pink Tax: Friseure müssen Preise nach Leistung statt Geschlecht berechnen

Eine Reform des deutschen Rechts zielt darauf ab, die geschlechterbasierte Preisgestaltung in Friseursalons abzuschaffen. Der Bundestag hat in erster Lesung über eine Gesetzesnovelle beraten, die Diskriminierung bei den Kosten für Haarschnitte verhindern soll. Im Mittelpunkt stehen Fairness und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben für alle Kundinnen und Kunden.

Die neuen Regelungen verlangen von Friseurbetrieben, ihre Preise nicht mehr nach dem Geschlecht, sondern nach den erbrachten Leistungen zu bemessen. Entscheidend sind künftig Faktoren wie Haarlänge, Dichte, Zeitaufwand und verwendete Materialien. Die Preisliste wird stattdessen in Kategorien wie „kurzes Haar“, „mittellanges Haar“ oder „langes Haar“ unterteilt.

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Die Novelle stärkt zudem den Schutz vor Diskriminierung. Unternehmen – auch solche außerhalb der Innungsbindung – müssen ihre Preismodelle überprüfen und anpassen, um den Vorgaben zu entsprechen. Bei Verstößen drohen Schadensersatzforderungen nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks betont, dass es bei den Änderungen um Transparenz und Gerechtigkeit gehe. Zwar könnten sich die Preise in einigen Fällen erhöhen, doch stehe im Vordergrund eine nachvollziehbare und rechtssichere Abrechnung für jede Kundin und jeden Kunden.

Die Reform wird die Abrechnungspraxis in Friseursalons grundlegend verändern. Die Betriebe müssen ihre Systeme anpassen, um rechtliche Risiken zu vermeiden. Der Wechsel zu einer leistungsorientierten Preisgestaltung soll sicherstellen, dass alle Kundinnen und Kunden gleich behandelt werden.

Quelle