19 June 2026, 18:15

Streit um Millionenprojekt: Braucht Wolfenbüttel wirklich eine neue Radschnellstraße nach Braunschweig?

Schnellstraße für Fahrräder trotz Finanzkrise? Wolfenbüttel trifft Entscheidung

Streit um Millionenprojekt: Braucht Wolfenbüttel wirklich eine neue Radschnellstraße nach Braunschweig?

Wolfenbüttel treibt Pläne für neue Fahrradschnellverbindung nach Braunschweig voran

Die Stadt setzt ihre Vorhaben für eine neue Radschnellstraße zwischen Wolfenbüttel und Braunschweig um. Das Projekt soll die Radverbindungen zwischen den beiden Städten stärken. Doch nicht alle politischen Gruppen sind von der Notwendigkeit oder den Kosten überzeugt.

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Der Stadtrat hat beschlossen, die interkommunale Initiative für die Radroute weiterhin zu unterstützen. Die geplante Schnellverbindung würde 1,365 Millionen Euro kosten, wobei die Verwaltung nach Fertigstellung mit etwa 2.000 täglichen Fahrten rechnet. Aktuelle Daten einer Zählstelle zeigen derzeit durchschnittlich 367 Radfahrten pro Werktag auf den bestehenden Wegen.

Zwischen Wolfenbüttel und Braunschweig gibt es bereits zwei gut ausgebaute Radwege. Die Grünen befürworten die neue Schnellverbindung als wichtigen Schritt für eine moderne Verkehrsplanung. Auch die SPD-Fraktion steht hinter dem Vorhaben und argumentiert, alle Verkehrsteilnehmer müssten gleichberechtigt behandelt werden.

Kritik kommt von der FDP, die die Prognose von 2.000 täglichen Pendlerfahrten anzweifelt und den Bedarf für eine weitere Verkehrsverbindung infrage stellt. Die AfD schlägt vor, das Projekt zu stoppen und stattdessen die Sanierung der innerstädtischen Radwege in Wolfenbüttel voranzutreiben. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Stadt mit einem Haushaltsdefizit von 19 Millionen Euro kämpft.

Trotz finanzieller Bedenken und politischer Kontroversen wird das Projekt für die Radschnellverbindung weiterverfolgt. Sollte sie gebaut werden, könnte sie den Radverkehr zwischen den Städten deutlich erhöhen. Der Stadtrat bleibt dem Ausbau der Radinfrastruktur verpflichtet.

Quelle