24 March 2026, 04:23

Sturm "Elli" legt Nordeuropa lahm: Bahn, Flugverkehr und Stromversorgung betroffen

Großes Kreuzfahrtschiff liegt nahe einer verschneiten Wasserfront mit Gebäuden, Bäumen und Masten im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel.

Sturm "Elli" legt Nordeuropa lahm: Bahn, Flugverkehr und Stromversorgung betroffen

Sturm "Goretti" – in Deutschland als "Elli" bekannt – fegt über Nordeuropa und sorgt für massive Behinderungen. Heftiger Schneefall, orkanartige Böen und Schneestürme haben den Verkehr lahmgelegt, Stromausfälle verursacht und in mehreren Ländern zu Absagen geführt.

Der Sturm traf zunächst den Nordwesten Frankreichs und ließ rund 380.000 Haushalte ohne Strom. Das Kernkraftwerk Flamanville wurde vorsorglich heruntergefahren, doch die Behörden betonten, es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung oder die Umwelt. Während die Reparaturarbeiten begannen, arbeiteten die Mitarbeiter im Homeoffice.

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In Deutschland brachte der Sturm das Bahnnetz durcheinander. Die Deutsche Bahn strich sämtliche Fernverkehrsverbindungen in den nördlichen Regionen bis Sonntag, darunter wichtige Strecken wie Berlin–Hannover–Ruhrgebiet und Hamburg–Frankfurt. Über 3.000 Kilometer Gleise waren blockiert, das gesamte Netz in Hannover blieb mindestens bis Freitagmittag gesperrt. In drei Bundesländern kam es zu schweren Verspätungen.

Auch der Flugverkehr war betroffen: Der Flughafen Birmingham stellte den Betrieb wegen starker Schneefälle und schlechter Sicht ein. Gleichzeitig änderte das Kreuzfahrtschiff AIDAnova seine Route und ließ Southampton aus, um früher nach Hamburg zurückzukehren.

Sogar der Sport blieb nicht verschont: Das Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig wurde abgesagt, nachdem der Platz wegen des Schnees unbespielbar geworden war. Trotz der weitreichenden Folgen stuften Meteorologen den Sturm jedoch als kein Jahrhundertereignis ein, sondern als ein zwar kräftiges, aber nicht außergewöhnliches Wetterphänomen.

Während der Sturm allmählich an Kraft verliert, normalisieren sich Verkehr, Stromversorgung und öffentliche Dienstleistungen langsam wieder. Die Behörden prüfen weiterhin die Schäden, während Bahnbetreiber und Flughäfen daran arbeiten, den regulären Betrieb wiederaufzunehmen. Das volle Ausmaß der Verspätungen und Ausfälle wird noch bewertet.

Quelle