Tempokontrollen in der Stadt zeigen Wirkung: Weniger Raser, mehr Sicherheit
Nada BlochTempokontrollen in der Stadt zeigen Wirkung: Weniger Raser, mehr Sicherheit
Stadtweites Tempokontrollprogramm zeigt erste Erfolge
Ein im späten Oktober 2023 gestartetes flächendeckendes Geschwindigkeitsüberwachungsprogramm zeigt erste Anzeichen von Erfolg. Innerhalb von zwei Jahren sank der Anteil der Fahrer, die die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten, von 4,54 % auf 4,10 %. Trotz einer höheren Anzahl an Kontrollen verzeichneten die Behörden zudem weniger Verstöße.
Das städtische Ordnungsamt führte mobile Geschwindigkeitsmessungen ein, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Polizei zu entlasten. Zwei Außendienstmitarbeiter führen seitdem regelmäßig an Wochentagen, Wochenenden und späten Abenden Kontrollen durch. Dabei kommen ein mobiles Überwachungsfahrzeug sowie ein auf einem Stativ montiertes Messgerät zum Einsatz.
Im ersten Jahr wurden bei 160.398 Messungen 7.284 Tempoverschreitungen festgestellt. Im zweiten Jahr gingen die Verstöße auf 6.748 zurück – obwohl die Zahl der Kontrollen gestiegen war. Zudem erfasste das Programm 38 Autofahrer, die während der Fahrt ihr Handy nutzten; sie mussten jeweils ein Bußgeld von 100 Euro zahlen und erhielten einen Punkt in Flensburg.
Aufgrund von Raserdelikten wurden 2025 insgesamt 25 Fahrverbote verhängt. Die bisher verhängten Geldstrafen und Verwarnungen belaufen sich auf 209.310 Euro, wovon etwa 191.357 Euro bereits beglichen wurden. Vergleichsdaten aus anderen Städten mit ähnlichen Systemen liegen für die ersten beiden Jahre jedoch nicht vor.
Die verschärften Kontrollen führten zu weniger Geschwindigkeitsverstößen und steigerten gleichzeitig die Einnahmen aus Bußgeldern. Da die Überwachung weiterhin zu verschiedenen Zeiten und an wechselnden Orten stattfindet, erwartet die Stadt eine weitere Verbesserung der Regelbefolgung. Das Programm bleibt darauf ausgerichtet, gefährliches Fahrverhalten einzudämmen und die Effizienz der Polizei zu unterstützen.






