Ukrainische Weine bringen Solidarität auf die Rheingau Weinwoche in Wiesbaden
Nada BlochUkrainische Weine bringen Solidarität auf die Rheingau Weinwoche in Wiesbaden
Ukrainischer Genuss auf der Rheingau Weinwoche in Wiesbaden
In diesem Jahr bringt die Rheingau Weinwoche in Wiesbaden einen Hauch Ukraine mit: Die Partnerstadtvereinigung mit Kamjanez-Podilskyj präsentiert an einem eigenen Stand sechs ukrainische Weine und lädt Besucher ein, Aromen aus Odessa, den Karpaten und dem Schwarzen Meer zu probieren. Die Aktion verbindet Weinkultur mit Solidarität und unterstützt laufende Hilfsprojekte für die Ukraine.
Die Partnerschaft zwischen Wiesbaden und Kamjanez-Podilskyj entstand 2021, kurz nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Diese Solidaritätsbindung erstreckt sich nun bis zur Rheingau Weinwoche, wo Ehrenamtliche des Vereins Wiesbaden-Kamjanez-Podilskyj einen Weinstand betreiben. Rund 125 Stunden werden Helfer den Stand besetzen – der gesamte Erlös fließt in Hilfstransporte, Schulreparaturen und kulturelle Austauschprogramme.
Am Stand werden sechs ausgewählte Weine angeboten: zwei Sekte, zwei Weißweine, ein Rosé und ein kräftiger Rotwein der Sorte Petit Boucher. Jede Flasche steht für eine andere ukrainische Region und unterstreicht die Vielfalt lokaler Rebsorten und besonderer Anbaubedingungen. Während die Rheingau Weinwoche traditionell deutsche Weine in den Mittelpunkt stellt, bietet dieser Stand einen spannenden Kontrast – ukrainische Weine unterscheiden sich in Stil und Terroir deutlich.
Doch der Stand ist mehr als nur eine Weinprobe: Er dient als Begegnungsort für kulturellen Austausch. Gäste können sich über ukrainische Weintraditionen informieren und gleichzeitig humanitäre Projekte unterstützen. 2026 übernimmt dann Fondettes, Wiesbadens französische Partnerstadt, den Stand und führt so die Tradition internationaler Zusammenarbeit fort.
Der ukrainische Weinstand auf der Rheingau Weinwoche stärkt nicht nur kulturelle Verbindungen, sondern leistet auch konkrete Hilfe. Die Einnahmen kommen Schulen, Sachspenden und der Vertiefung der Städtepartnerschaft zugute. Bis dahin können Besucher ein Glas genießen – und damit direkt Menschen in der Kriegsregion unterstützen.






