27 June 2026, 08:21

Ver.di ruft zum Streik im Einzelhandel nach gescheiterten Lohnverhandlungen auf

Streik bei Rewe, Ikea & Co.: Was das für Kunden in Wiesbaden bedeutet

Ver.di ruft zum Streik im Einzelhandel nach gescheiterten Lohnverhandlungen auf

Die Gewerkschaft ver.di hat nach gescheiterten Lohnverhandlungen mit den Arbeitgebern zu einem Streik aufgerufen. Beschäftigte im Einzel- und Großhandel wollen in mehreren deutschen Städten protestieren, darunter Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt.

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Die Gespräche sind festgefahren, nachdem die Arbeitgeber sich weigerten, ihr Lohnangebot zu verbessern – trotz weiterer Verhandlungen. Ihr aktueller Vorschlag, der bereits vor über einem Monat vorgelegt wurde, sieht für Einzelhandelsbeschäftigte eine Erhöhung um 2 Prozent nach sechs Monaten und für Großhandelsmitarbeiter eine Steigerung um 1,8 Prozent vor. Dies folgt auf längere Phasen stagnierender Löhne.

Die Gewerkschaft kritisiert, dass diese Anpassungen nicht ausreichen, um die erwartete Inflation auszugleichen. Marcel Schäuble, ver.di-Verhandlungsführer für den hessischen Einzelhandel, warf den Arbeitgebern vor, die Unsicherheit zu verlängern und den finanziellen Druck auf die Belegschaften zu verschärfen. Von dem Streikaufruf betroffen sind große Handelsketten wie Rewe, Penny, Kaufland, IKEA, H&M und andere.

Ver.di fordert eine monatliche Lohnerhöhung von 250 Euro für die Beschäftigten, eine jährliche Steigerung von 150 Euro für Auszubildende pro Ausbildungsjahr sowie eine Laufzeit von zwölf Monaten für den neuen Tarifvertrag. An dem Streik beteiligen sich Mitarbeiter aus großen Einzelhandels- und Logistikunternehmen. Die Arbeitgeber haben auf die jüngsten Forderungen der Gewerkschaft bisher nicht reagiert. Die Proteste zielen darauf ab, angesichts steigender Lebenshaltungskosten bessere Löhne durchzusetzen.

Quelle