Veronika Grimm fordert radikale Änderungen bei Rentenreform und Minijobs
Nikolaus FreudenbergerVeronika Grimm fordert radikale Änderungen bei Rentenreform und Minijobs
Die Wirtschaftswissenschaftlerin Veronika Grimm hat ihre Position zur Rentenreform in Deutschland dargelegt. In einem am Dienstag in der Rheinischen Post veröffentlichten Beitrag äußerte sie sich zu mehreren zentralen Vorschlägen der aktuellen Diskussion.
Grimm begrüßte die Pläne der Rentenkommission, Minijobs weitgehend abzuschaffen. Sie schlug vor, noch einen Schritt weiterzugehen und diese mit Ausnahme von Studierenden komplett zu streichen. Dadurch könnten Anreize für Geringverdiener gestärkt werden, mehr zu arbeiten.
Zudem sprach sie sich dafür aus, das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Darüber hinaus unterstützte Grimm die Abschaffung der Rente mit 63.
Bei anderen Reformvorhaben kritisierte Grimm die geplante Pflichtversicherung für Selbstständige. Diese sollten ihrer Meinung nach weiterhin die Möglichkeit haben, über kapitalgedeckte Altersvorsorge vorzusorgen. Auch lehnte sie eine Integration von Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung ab.
Grimm zielen die Vorschläge darauf ab, die Rentenpolitik und Arbeitsanreize neu zu gestalten. Ihre Ideen umfassen mehr Flexibilität für Selbstständige und strengere Regeln für Minijobs. Die Debatte über die Reformen wird voraussichtlich anhalten.
