19 June 2026, 22:17

Warnstreik bei Lorenz Snacks: Süßwarenbranche kämpft um höhere Löhne

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Warnstreik bei Lorenz Snacks: Süßwarenbranche kämpft um höhere Löhne

Bei Lorenz Snacks in Hankensbüttel haben die Beschäftigten einen Warnstreik für höhere Löhne begonnen. Die Aktion markiert die erste Welle solcher Proteste in der deutschen Süßwarenbranche. Fast alle Mitarbeiter des Produktionsstandorts und des Logistiklagers beteiligen sich daran.

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Der Streik begann am Freitag in der Frühschicht und dauert bis 14 Uhr an. Bereits am 4. Juni hatten rund 200 Beschäftigte des Unternehmens Bahlsen die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) führt die Aktion an, die Teil der laufenden Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) ist.

Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von 5,8 Prozent über zwölf Monate. Die Arbeitgeber bieten hingegen eine sechsmonatige Lohnpause an, gefolgt von Steigerungen um 1,9 Prozent im Jahr 2026 und 1,5 Prozent im Jahr 2027. Alexander Nimptsch, NGG-Regionalsekretär für Südostniedersachsen-Harz, kritisierte, dass das Angebot die finanziellen Belastungen der Beschäftigten und ihrer Familien nicht ausreichend berücksichtige.

Die deutsche Süßwarenindustrie ist der viertgrößte Lebensmittelzweig des Landes. Sie beschäftigt rund 60.000 Menschen in etwa 200 Unternehmen, meist mittelständischen Betrieben. Der Streik bei Lorenz Snacks in Hankensbüttel deutet auf wachsende Unzufriedenheit in der Branche hin. Die Beschäftigten protestieren gegen Lohnangebote, die sie als unzureichend empfinden. Die Verhandlungen zwischen der NGG und dem BDSI bleiben vorerst ergebnislos.

Quelle