Westthüringens Schulen kämpfen mit massiven Unterrichtsausfällen – bis zu 26 Prozent fehlen
Fatima TrubinWestthüringens Schulen kämpfen mit massiven Unterrichtsausfällen – bis zu 26 Prozent fehlen
Sekundarschulen in Westthüringen kämpfen mit massiven Unterrichtsausfällen
Laut Landesregierung kommt es an weiterführenden Schulen in Westthüringen derzeit zu erheblichen Unterrichtsausfällen. Mehrere Einrichtungen unter der Zuständigkeit des Staatlichen Schulamtes Westthüringen melden ungewöhnlich hohe Fehlstundenquoten. Das Problem sorgt sowohl bei lokalen Verantwortlichen als auch bei Pädagogen für Besorgnis.
Aktuelle Zahlen verdeutlichen das Ausmaß: An der Staatlichen Regelschule Dermbach fielen im Frühjahrstrimester 25,7 Prozent des Unterrichts aus. Die Erste Gemeindeschule in Bad Salzungen verzeichnete mit 24,2 Prozent fast ebenso viele ausgefallene Stunden. Auch die Rhön-Ulstertal-Schule in Geisa war betroffen – hier entfielen 21,2 Prozent der Unterrichtsstunden ohne Ersatz im selben Zeitraum.
Besonders stark betroffene Fächer an der Sekundarschule Geisa sind Englisch, Mathematik und Sport. Die Landesregierung erkennt die Dringlichkeit der Situation an und hat erste Gegenmaßnahmen eingeleitet, darunter eine optimierte Personalgewinnung und die Einstellung von Vertretungskräften.
Martin Henkel, CDU-Abgeordneter, fordert vom Staatlichen Schulamt Westthüringen jedoch entschlossenere Schritte. Er pocht auf wirksame Lösungen, um nicht kompensierte Ausfälle zu verringern und die Belastung für die Schulen zu mindern. Henkel verlangt zudem sichtbare Fortschritte noch vor Beginn des nächsten Schuljahres, um weitere Lernrückstände bei den Schülerinnen und Schülern zu verhindern.
Der Großteil der ausgefallenen Stunden bleibt bisher unersetzt – mit der Folge, dass Schülerinnen und Schüler auf wichtigen Unterricht verzichten müssen und der Druck auf das verbleibende Personal steigt. Zwar setzen die Maßnahmen der Landesregierung hier an, doch Schulen und Verantwortliche drängen auf schnellere und effektivere Lösungen.






