13 June 2026, 20:22

ZDF zieht Vorwürfe gegen Elon Musk nach Belfast-Unruhen zurück

ZDF wirft Musk vor, 'Jagd auf Migranten' und 'Bürgerkrieg' zu fordern

ZDF zieht Vorwürfe gegen Elon Musk nach Belfast-Unruhen zurück

Der deutsche öffentlich-rechtliche Sender ZDF hat Elon Musk vorgeworfen, einen Bürgerkrieg in Nordirland anzustacheln. Diese Behauptung erfolgte nach gewaltsamen Ausschreitungen in Belfast, die durch einen brutalen Straßenangriff ausgelöst wurden, der auf Video festgehalten worden war. Später räumte der Sender ein, seine Formulierung sei unpräzise und irreführend gewesen.

Die Gewalt in Belfast eskalierte nach dem fast tödlichen Angriff auf Stephen Ogilvie durch den sudanesischen Staatsbürger Hadid Allodid. Bei der Attacke, bei der Ogilvie beinahe enthauptet wurde, entstand ein Video, das sich rasant in den sozialen Medien verbreitete. Als Reaktion darauf brachen Unruhen aus, bei denen unter anderem die Wohnungen von Migranten mit Brandflaschen angegriffen und ein afrikanisch geführter Supermarkt verwüstet wurden.

In der Sendung ZDF heute live widmete der Sender dem Thema eine 30-minütige Reportage und machte Elon Musk sowie den rechtsextremen Aktivisten Tommy Robinson für die Schürung der Gewalt verantwortlich. Die Sendung verwies dabei auf einen Beitrag Musks auf der Plattform X, in dem er Robinsons Aufruf zu Protesten verstärkt hatte.

Nach Kritik gab ZDF zu, dass die gewählten Formulierungen ungenau gewesen seien. Der Sender räumte ein, die in dem Bericht verwendete Sprache sei in die Irre führend gewesen.

Mittlerweile haben sich die Unruhen in Belfast beruhigt, doch der Vorfall hat Spuren in der Stadt hinterlassen. Mit dem Eingeständnis der unpräzisen Berichterstattung zieht ZDF seine ursprünglichen Vorwürfe zurück. Der Fall zeigt, wie soziale Medien in angespannten Situationen Konflikte weiter anheizen können.

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