15 May 2026, 12:46

AfD mit Umfragehochs – doch Kommunalwahlen zeigen klare Grenzen

Eine Deutschlandkarte mit in rot und blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl 2016 mit Kandidatennamen und Wahldatum zeigt.

AfD mit Umfragehochs – doch Kommunalwahlen zeigen klare Grenzen

Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) verzeichnet in bundesweiten Umfragen einen deutlichen Aufstieg und liegt mittlerweile zwei bis drei Prozentpunkte vor der CDU/CSU. Trotz wachsender Zustimmung musste die Partei jedoch jüngst Niederlagen bei Kommunalwahlen in Ostdeutschland hinnehmen. Die gemischten Ergebnisse fallen in eine Phase, in der politische Beobachter darüber diskutieren, wie auf den Popularitätsschub der AfD zu reagieren ist.

In Landesumfragen führt die AfD in den ostdeutschen Regionen klar. Aktuell kommt sie in Sachsen-Anhalt auf 41 Prozent und in Mecklenburg-Vorpommern auf 36 Prozent. Doch diese hohen Werte schlagen sich nicht durchgehend in Wahlerfolgen nieder.

Allein in diesem Jahr trat die Partei in Ostdeutschland bei 28 Bürgermeister- und Kreistagswahlen an – gewann davon aber nur zwei. Eine markante Niederlage erlebte sie in der Uckermark, wo die amtierende CDU-Bürgermeisterin Karina Dörk den AfD-Kandidaten Felix Teichner deutlich schlug. Dörks Wahlkampf verzichtete auf polarisierende Themen wie die „Brandmauer“ gegen die AfD und setzte stattdessen auf Kompetenz und lokale Anliegen.

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Teichner, Abgeordneter im Brandenburger Landtag, gibt sich in der Öffentlichkeit gemäßigter. Bekannt dafür, Lieder des linkseingestellten Liedermachers Hannes Wader am Klavier zu spielen, inszeniert er sich als bodenständig. Dennoch spiegelt seine Niederlage in der Uckermark die generellen Schwierigkeiten der AfD wider, Umfragevorsprünge in reale Wahlerfolge umzumünzen.

Gleichzeitig zeigen Wählerwanderungen ein differenziertes Bild: Während einige ehemalige CDU/CSU-Anhänger zur AfD wechseln, plant eine größere Gruppe, der Wahl fernzubleiben oder linke Parteien zu unterstützen. Die jüngste Folge von Bundestalk, unserem wöchentlichen Politik-Podcast, analysiert diese Entwicklungen und erörtert mögliche Strategien, um dem AfD-Aufschwung entgegenzuwirken. Die Folge ist auf unserer Website sowie bei Spotify, Deezer und iTunes verfügbar.

Der Anstieg der AfD in bundesweiten Umfragen steht im Kontrast zu ihren begrenzten Erfolgen bei Kommunalwahlen. Trotz starker regionaler Unterstützung und weniger aktueller Siege bleibt ungewiss, ob es der Partei gelingt, ihre Popularität in politische Macht umzuwandeln. Beobachter verfolgen weiterhin, wie sich die etablierten Parteien auf den wachsenden Einfluss der AfD in der deutschen Politik einstellen werden.

Quelle