25 June 2026, 14:19

Antimuslimische Vorfälle in Deutschland erreichen 2025 traurigen Höchststand

Angriffe auf Muslime nehmen zu

Antimuslimische Vorfälle in Deutschland erreichen 2025 traurigen Höchststand

Neue Zahlen belegen einen deutlichen Anstieg antimuslimischer Vorfälle in ganz Deutschland im Jahr 2025. Die Organisation Claim dokumentierte 4.096 Fälle – ein Anstieg um fast ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr. Die Daten unterstreichen wachsende Besorgnis über Diskriminierung und Gewalt gegen Muslime.

2025 verzeichnete Claim zwei Tötungsdelikte, 214 körperliche Angriffe, 320 Sachbeschädigungen und fünf Brandstiftungen. Beleidigungen und verbale Übergriffe machten mit 61,1 Prozent den Großteil der Vorfälle aus. Frauen waren überproportional betroffen: In 64,5 Prozent der Fälle waren sie das Ziel, während Männer in 34,5 Prozent der Fälle betroffen waren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Eine Umfrage ergab, dass 44 Prozent der Muslime Diskriminierung in Jobcentern erlebt hatten, während 55 Prozent von Benachteiligung in Ausländerbehörden berichteten. Trotz dieser Erfahrungen erstatteten nur 4 Prozent der Betroffenen offiziell Anzeige. Claim wies zudem darauf hin, dass die Hälfte der Deutschen antimuslimischen Aussagen zustimmt – ein Indiz für die Verbreitung von Vorurteilen.

Die Organisation fordert einen besseren Schutz für Opfer antimuslimischer Straftaten. Sie schlägt die Einführung eines nationalen Gedenktags am 1. Juli vor, um auf antimuslimischen Rassismus aufmerksam zu machen und diesem entgegenzuwirken. Claim betonte, dass Rassismus oft mit Sprache beginnt und wie über Muslime in der öffentlichen Debatte gesprochen wird.

Der Anstieg der Vorfälle und die anhaltende Diskriminierung zeigen dringenden Handlungsbedarf. Die Vorschläge von Claim zielen darauf ab, Betroffene zu unterstützen und Vorurteile abzubauen. Mit dem Aufruf zu einem nationalen Gedenktag will die Organisation das Bewusstsein für das Problem schärfen und gesellschaftlichen Wandel anstoßen.

Quelle