26 March 2026, 00:23

Bundesrat fordert höhere Apothekenabgaben und stoppt PTA-Ersatz für Apotheker

Apotheke mit Glaswänden und -türen, Plakate an den Wänden, an einer Straßenecke gelegen mit einer Straße unten sichtbar.

Bundesrat fordert höhere Apothekenabgaben und stoppt PTA-Ersatz für Apotheker

Der Bundesrat hat im Januar eine klare Position zum Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) bezogen. Zu den zentralen Forderungen gehören höhere Vergütungen für Apotheken sowie die Ablehnung von Plänen, die es Pharmazeutisch-technischen Assistenten ermöglichen sollen, Apotheker zu ersetzen. Die Debatte kommt zu einer Zeit, in der die Betriebskosten seit 2013 um 65 Prozent gestiegen sind und die Branche unter Druck gerät.

Die Länder, angeführt von Bayern, setzen sich für eine Erhöhung der festen Packungsgebühr für Apotheken ein. Die derzeit bei 8,35 Euro liegende Apothekenabgabe wurde seit 2013 nicht mehr angepasst. Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) fordert eine sofortige Anhebung auf 9,50 Euro und betont, dass Apotheken eine zentrale Rolle in der Gesundheitsvorsorge und -versorgung spielen.

Der Bundesrat lehnte zudem Vorschläge ab, die Regeln für den Einsatz von PTA als Ersatz für Apotheker zu lockern – ein Vorhaben, das besonders von Bayern scharf kritisiert wird. Zudem forderte er die Streichung vereinfachter Vorschriften für die Eröffnung von Filialapotheken. Dagegen fanden Verschärfungen bei den Anforderungen an Impfräume und die Qualifikation ausländischer Apotheker keine Mehrheit.

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Die finanzielle Belastung der Apotheken hat sich durch steigende Kosten und gesetzlich vorgeschriebene Rabatte verschärft, die bis Februar 2025 fast 25 Prozent pro Packung erreichen werden. Am 23. März 2026 kam es in Städten wie Berlin und München zu Protesten, organisiert von Apothekerverbänden. Frühere Gesetzesentwürfe hatten dynamische Gebührenanpassungen vorgesehen, doch die Verhandlungen zwischen Apothekervertretern und Krankenkassen bleiben weiterhin ergebnislos.

Die Entscheidung des Bundesrats unterstreicht die langjährigen Forderungen nach besserer Finanzierung der Apotheken und strengeren Berufsstandards. Angesichts wachsender betrieblicher Herausforderungen wird der Ruf nach bundespolitischem Handeln lauter. Das Ergebnis wird maßgeblich prägen, wie Apotheken unter den ApoVWG-Reformen arbeiten werden.

Quelle