Megumi erobert Cannes: Wie eine Schauspielerin Japans Kino revolutioniert
Nada BlochMegumi erobert Cannes: Wie eine Schauspielerin Japans Kino revolutioniert
Die japanische Schauspielerin und Produzentin Megumi hinterlässt Spuren im weltweiten Kino. Ihr jüngster Film Fujiko gewann beim Far East Film Festival die höchsten Auszeichnungen, während ihre Netflix-Serie Badly in Love Streaming-Rekorde brach. Nun, da Japan im Rahmen des Cannes Film Market 2023 im Fokus steht, prägt ihre Doppelfunktion als Schöpferin und Hauptdarstellerin nicht nur ihre eigene Karriere, sondern auch die japanische Erzählkunst auf der internationalen Bühne.
Megumis Aufstieg gewann während der Pandemie an Fahrt. Da traditionelle Projekte ausblieben, begann sie, eigene Werke zu schreiben und zu produzieren. Gestützt auf ihre schauspielerische Erfahrung – mit Rollen in The Stormy Family, The Naked Director und Ōoku: The Inner Chambers – schuf sie Fujiko, einen zutiefst persönlichen Film, der in den 1970er- und 80er-Jahren in Shizuoka spielt. Die Geschichte begleitet eine alleinerziehende Mutter, die in einer widerstandsfähigen Gesellschaft um Unabhängigkeit kämpft – inspiriert von der Familiengeschichte des Drehbuchautors Taichi Kimura und Megumis eigener Frustration über Japans letzten Platz im Ranking zum Selbstwertgefühl von Frauen.
Fujiko feierte beim 28. Far East Film Festival in Udine Premiere und wurde mit dem Goldenen Maulbeer-Publikumspreis sowie einer geteilten Black-Dragon-Jury-Auszeichnung der Presse geehrt. Zum Cast gehören Yuki Katayama, Lily Franky und Issey Ogata; die internationalen Vertriebsrechte liegen bei SC Films Intl. Parallel entwickelte sich Megumis Netflix-Serie Badly in Love zum Hit, was ihr einen mehrjährigen Deal zur Entwicklung neuer Inhalte einbrachte.
Ihre Ambitionen gehen über die Schauspielerei hinaus. Megumi ist an den Projekten Nameless und This Is I beteiligt, dazu an einer noch unbetitelten japanisch-britischen Koproduktion. Als Produzentin treibt sie zwei weitere Vorhaben voran und fördert Regisseure wie Nagahisa Makoto und Taichi Kimura, deren Arbeit sie als Teil einer neuen Welle japanischer Filmemacher sieht, die internationale Anerkennung finden.
Mit drei japanischen Filmen im Wettbewerb um die Goldene Palme und Japan als Ehrengastland in Cannes spiegelt Megumis Karriere einen größeren Wandel wider. Ihre Werke – geprägt von gesellschaftskritischen und persönlichen Erzählungen – erreichen ein globales Publikum. Als Schauspielerin und Produzentin bricht sie weiterhin Grenzen auf und sorgt dafür, dass die Stimmen japanischer Frauen auf der Leinwand Gehör finden.






