24 March 2026, 22:24

CDU-Politikerin fordert Stopp für Kinderfotos in Schulen und Kitas

Schwarz-weißes Foto einer Gruppe von Kindern, die vor einem Gebäude mit Pflanzen im Hintergrund posieren, mit der Beschriftung "1910-1911 Schulkinder" unten.

CDU-Politikerin fordert Stopp für Kinderfotos in Schulen und Kitas

Eine CDU-Abgeordnete aus Niedersachsen hat Bedenken gegenüber der Online-Veröffentlichung von Fotos von Kindern durch Schulen und Kitas geäußert. Laura Hopmann warnt, dass solche Bilder erhebliche Risiken bergen – von möglichem Missbrauch durch Straftäter bis hin zu negativen Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung. Nun setzt sie sich für strengere landesweite Regelungen ein, um das Problem einzudämmen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Hopmann kritisiert, dass die aktuelle Praxis stark variiert und viele Einrichtungen nach wie vor ohne Bedenken erkennbare Fotos von Kindern veröffentlichen. Sie widerspricht damit den Angaben des Bildungsministeriums, wonach solche Bilder mittlerweile "immer seltener" hochgeladen würden, und verweist auf die weiterhin sichtbaren Kinderfotos in den Profilen der Institutionen.

Laut Hopmann führt das Fehlen einheitlicher Richtlinien zu Verunsicherung bei Kita-Leitungen und Schulpersonal. Klare Vorgaben würden nicht nur ihre Arbeit erleichtern, sondern auch den Schutz der Kinder verbessern. Statt auf Kinderbilder für Werbezwecke zu setzen, schlägt sie vor, dass Einrichtungen ihre pädagogischen Projekte und Aktivitäten in den Vordergrund stellen sollten.

Die Politikerin lehnt auch den Einsatz von KI-generierten Bildern als Alternative ab. Sie weist darauf hin, dass KI-Systeme für ihr Training auf echte Fotos angewiesen sind, was die Daten von Kindern zusätzlich gefährden könnte. Hopmann betont, dass der Kinderschutz stets Vorrang vor Werbeinteressen haben müsse, und warnt vor Risiken wie Bildmanipulation und Ausbeutung.

Aktuell gibt es keine öffentliche Datenbank, die erfasst, wie häufig Schulen und Kitas erkennbare Fotos von Kindern veröffentlichen. Dieses Fehlen systematischer Erhebungen erschwert es, das Ausmaß des Problems in Niedersachsen vollständig zu bewerten.

Hopmann fordert ein sofortiges Verbot der Online-Veröffentlichung von Kinderfotos durch Schulen und Kitas. Zudem drängt sie die Landesregierung, einheitliche und verbindliche Regeln zu erlassen, um weitere Risiken zu vermeiden. Ohne gezieltes Handeln, so ihre Warnung, werde sich das Problem voraussichtlich verschärfen – und Kinder weiterhin potenziellen Gefahren aussetzen.

Quelle