29 March 2026, 04:22

Dagmar Frederic kritisiert fehlende Vielfalt im deutschen Schlagerfernsehen

Eine Frau in einem schwarz-weißen Outfit aus den 1950er-Jahren singt fröhlich auf einer von einem Scheinwerfer beleuchteten Bühne in ein Mikrofon.

Dagmar Frederic kritisiert fehlende Vielfalt im deutschen Schlagerfernsehen

Dagmar Frederic, seit über sechs Jahrzehnten eine feste Größe der Schlagerszene, hat sich nun zur mangelnden Vielfalt in den Gästelisten des deutschen Fernsehens geäußert. Obwohl die über 80-Jährige noch immer bis zu 60 Mal im Jahr auf der Bühne steht, macht sie nicht die Moderatoren, sondern die Redaktionen für die sich stets wiederholenden Besetzungen in beliebten Shows verantwortlich.

Trotz ihrer anhaltenden musikalischen Aktivität kommt Frederic mit einer bescheidenen Rente aus – und wurde dennoch nie zu den Sendungen von Andrea Kiewel oder Florian Silbereisen eingeladen, zwei der bekanntesten Gesichter des deutschen Schlagers im Fernsehen. Dennoch nimmt sie die Moderatoren in Schutz: Sie hätten kaum Einfluss darauf, wer in ihren Shows zu Gast sei.

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Aktuell ist Deutschland sucht den Superstar (DSDS) das einzige große schlagergeprägte TV-Format, das 2026 noch auf RTL läuft. Frederics Kritik richtet sich vor allem gegen die Entscheidungen hinter den Kulissen, die immer wieder dieselben Stars in die Sendungen bringen. Sie betont, dass Moderatoren wie Silbereisen oder Giovanni Zarrella nicht für den Mangel an neuen Gesichtern verantwortlich seien.

Ihre Aussagen unterstreichen ein langjähriges Problem des deutschen Schlagerfernsehens: Mit nur noch einer prominenten Show, die dem Genre eine Bühne bietet, bleiben die Chancen für Nachwuchs- und etablierte Künstler gleichermaßen begrenzt. Frederics Worte deuten darauf hin, dass ein Umdenken vor allem bei den Produktionsverantwortlichen stattfinden muss – und nicht bei den Moderatoren selbst.

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