28 June 2026, 00:21

Deutsche Bahn: Wie Lieferverzögerungen die Industrie in die Krise stürzen

Bahnbaustellen belasten die Industrie mit Milliarden-Schäden

Deutsche Bahn: Wie Lieferverzögerungen die Industrie in die Krise stürzen

Lieferverzögerungen im Netz der Deutschen Bahn verursachen massive Verluste für die deutsche Industrie

Chemiehersteller, Stahlproduzenten und Automobilkonzerne kämpfen mit schweren Störungen in ihren Lieferketten. Die Probleme entstehen durch verspätete Rohstofflieferungen und begrenzte Lagerkapazitäten.

Besonders hart trifft es die Stahlindustrie, die normalerweise die Hälfte ihrer Transporte über die Schiene abwickelt. Das Werk von ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt verfügt aufgrund der Verzögerungen nur noch über kritisch niedrige Erzreserven. Die Produktion wurde bereits gedrosselt, um die Engpässe abzufedern.

Auch die Chemiebranche leidet unter den Ausfällen. Jährlich werden in Deutschland 25 Millionen Tonnen chemische Erzeugnisse per Bahn transportiert. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) fordert von der Deutschen Bahn unverzügliche Maßnahmen, um den Güterverkehr wieder zuverlässig zu gestalten.

Seit 2022 verzeichnet die Automobilindustrie einen stetigen Rückgang der Transportkapazitäten auf der Schiene. Ersatzbusse, die bei Störungen für den Personenverkehr eingesetzt werden, können schwere Frachtgüter nicht bewältigen. Branchenvertreter plädieren dafür, Güterzüge auf Ausweichstrecken priorisiert einzusetzen, um die Engpässe zu entschärfen.

Die anhaltenden Verspätungen im Schienenverkehr kosten die Schlüsselsektoren Milliarden. Ohne rasche Verbesserungen drohen Chemie- und Stahlproduzenten weitere Produktionskürzungen. Der Transport kritischer Rohstoffe bleibt gefährdet.

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