30 March 2026, 08:26

Franziska Erdle übernimmt ABDA-Führung mit klarem Reformkurs

Eine Apothekerin in einer weißen Schürze hält eine Flasche, während sie mit einem Kunden in einer Apotheke spricht.

Franziska Erdle übernimmt ABDA-Führung mit klarem Reformkurs

Franziska Erdle hat die Führung der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) als neue Vorstandsvorsitzende übernommen – mit einer klaren Mission: Sie will den Verband zu einer zukunftsorientierten und leistungsstarken Berufsvertretung umgestalten. Ihr erster Schwerpunkt liegt auf der Durchsetzung der längst überfälligen Apothekenreformen.

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Erdle blickt auf fünf Jahre strategische Führungserfahrung bei der ABDA zurück, in denen sie die Ausrichtung des Verbandes durch Proteste, Lobbyarbeit und Partnerschaften maßgeblich prägte. Unter ihrer Ägide organisierte die ABDA hochkarätige Kampagnen wie den Apotheken-Protesttag am 23. März, der bundesweit mediale Aufmerksamkeit erregte. Politisch durchgesetzte Forderungen wie die Erhöhung der Vergütung für Apothekenleistungen um 9,50 Euro gehen ebenfalls auf ihr Konto.

Darüber hinaus baute sie strategische Allianzen auf, etwa mit dem Bundesverband der Pharmazeutisch-technischen Assistenten (BVpta), um ein gemeinsames Konzept zur beruflichen Weiterentwicklung von Pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) zu erarbeiten. Die am 18. März 2026 abgeschlossene Vereinbarung umfasst Fortbildungen in pharmazeutischen Dienstleistungen, Prävention und digitalen Prozessen. Erdle weitete zudem das Engagement der ABDA in gesundheitspolitischen Initiativen aus, etwa durch den Beitritt zum Diabetesnetz Deutschland.

Anders als einige konkurrierende Verbände setzte sich die ABDA unter Erdles Führung gegen Reformvorhaben zur Machtverschiebung weg von Apothekern ein. So lehnte der Verband etwa Pläne ab, PTA in Führungspositionen von Aufsichtsgremien zu bringen. Stattdessen pocht Erdle darauf, Apotheker als zentrale Entscheidungsträger zu stärken.

Für die Zukunft betont sie die Notwendigkeit eines geschlossenen Auftretens der Apotheker, um ihre Forderungen durchzusetzen. Geplant ist eine enge Zusammenarbeit mit der Basis und Fachleuten im Haus der Apotheker, um die künftige Ausrichtung des Verbandes zu steuern. Ihr Ziel: die ABDA strategischer, handlungsfähiger und professioneller aufzustellen, um die Interessen von Apotheken und ihren Teams wirksam zu vertreten.

Erdles Amtsantritt leitet eine neue Phase für die ABDA ein, in der die Apothekenreform oberste Priorität genießt. Der Verband will seinen Einfluss durch abgestimmtes Handeln und professionelle Interessenvertretung ausbauen. Apotheker und ihre Teams können in den kommenden Jahren mit einer entschlosseneren Gangart rechnen.

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