Gifhorns Viktoria-Windmühle droht der Verfall – jetzt muss die Stadt handeln
Nada BlochGifhorns Viktoria-Windmühle droht der Verfall – jetzt muss die Stadt handeln
Gifhorns Mühlenmuseum steht vor einer dringenden Sanierungskrise
Die Viktoria-Windmühle, ein zentraler Bestandteil des Museums, hat nach Jahren der Vernachlässigung schwere strukturelle Schäden erlitten. Stadtvertreter warnen: Ohne sofortiges Handeln werden die Kosten drastisch steigen – und das historische Bauwerk könnte unwiederbringlich verloren gehen.
Die Viktoria-Windmühle wurde ursprünglich 1897 in der Nähe von Celle errichtet und 1985 nach Gifhorn transloziert. Jahrzehntelang diente sie als funktionierende Getreidemühle und prägte als Teil der industriellen Ausstellung die Identität des Museums. Mit Mahlvorführungen und Veranstaltungen zog sie Besucher an und wurde zu einem kulturellen Wahrzeichen Gifhorns.
Aktuelle Gutachten offenbaren verheerende Schäden: Tragbalken sind von Holzwurm befallen, Dachziegel bröckeln. Die Stadtverwaltung führt die Zerstörung auf jahrelange Missachtung und natürliche Materialermüdung zurück. Verschärft wird die Lage durch die Insolvenz des privaten Museumsbetreibers, der zudem mit Strafverfahren konfrontiert ist – Rücklagen für Reparaturen gibt es nicht.
Um den weiteren Verfall zu stoppen, schlägt die Stadt nun 280.000 Euro für dringende Sicherungsarbeiten vor. Experten betonen: Jede Verzögerung verschlimmert die Schäden und treibt die künftigen Kosten in die Höhe. Der Stadtrat wird über die Mittel in seiner nächsten Sitzung abstimmen – der Erhalt gilt als öffentliches Interesse.
Wo private Finanzierung versagt hat, muss die Kommune nun eingreifen. Bei Bewilligung der 280.000 Euro könnten die akutesten Schäden behoben und das Gebäude stabilisiert werden. Ohne Hilfe wird sich der Zustand der Mühle weiter verschlechtern – mit der Gefahr explodierender Folgekosten und des Verlusts eines historischen Denkmals.






