Großrazzia in Ahlhorn: Zoll und Polizei gehen gegen Schwarzarbeit vor
José MartinGroßrazzia in Ahlhorn: Zoll und Polizei gehen gegen Schwarzarbeit vor
Großrazzia gegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung in Ahlhorn am 12. September 2025
In Ahlhorn hat am 12. September 2025 eine großangelegte Kontrollaktion gegen nicht angemeldete Beschäftigung und Steuerhinterziehung stattgefunden. Rund 100 Beamte von Zoll, Polizei und lokalen Behörden durchsuchten zehn Bars und Geschäfte. Im Fokus standen Verstöße gegen Arbeitsgesetze, Mindestlohnvorschriften sowie Steuerpflichten.
Die Kontrollen begannen bereits in den frühen Morgenstunden. Die Einsatzteams prüften Personalunterlagen und Geschäftsunterlagen, insbesondere die korrekte Anmeldung von Beschäftigten und die Einhaltung des Mindestlohns. Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Behörden potenziell gefälschte Dokumente, die in einem Safe aufbewahrt wurden.
Teile der Wildeshauser Straße im Ahlhorner Ortskern wurden für die Dauer der Aktion zeitweise gesperrt, die bis etwa 21:30 Uhr andauerte. Zudem kontrollierten die Beamten die Einhaltung von Gaststättenrecht, Gewerbevorschriften und Sicherheitsbestimmungen.
In zwei Betrieben wurde unversteuerter Kaffee entdeckt, was zu Nachzahlungen der Kaffeesteuer und zusätzlichen Zollgebühren führte. Außerdem beschlagnahmten die Behörden ein Kilogramm nicht ordnungsgemäß versteuerten Wasserpfeifentabak, woraufhin ein Steuerhinterziehungsverfahren gegen einen Betreiber eingeleitet wurde.
Hendrik Raytarowski, Leiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS), betonte die Notwendigkeit fairer Arbeitsbedingungen und die Bekämpfung illegaler Beschäftigungsstrukturen. Stephanie Grotheer, Leiterin des Hauptzollamts Oldenburg, lobte die Effizienz des behördenübergreifenden Vorgehens.
Die Razzia reiht sich in zwei vorherige Großkontrollen in der Region ein. Im März 2026 zielte eine landesweite Aktion auf den Friseursektor ab, an der 39 kommunale Mitarbeiter in Oldenburg und im Landkreis Wesermarsch beteiligt waren. Eine weitere bundesweite Überprüfung 2025/Anfang 2026 konzentrierte sich auf die Baubranche, darunter auch Standorte in der Nähe von Oldenburg.
Bei den Kontrollen wurden gefälschte Dokumente und unversteuerte Waren beschlagnahmt sowie Steuerhinterziehungsverfahren eingeleitet. Die Behörden kündigten an, weitere Ermittlungen zur Durchsetzung von Arbeits- und Steuerrecht einzuleiten. Die Aktion markiert einen weiteren Schritt in den laufenden Bemühungen, Schwarzarbeit in der Region einzudämmen.






