Heino zeigt Solidarität mit umstrittenem Feuerwehrmann bei Konzert in Bad Belzig
Fatima TrubinHeino zeigt Solidarität mit umstrittenem Feuerwehrmann bei Konzert in Bad Belzig
Ein 87-jähriger deutscher Sänger hat öffentlich seine Unterstützung für einen Feuerwehrmann gezeigt, der in eine landesweite Kontroverse geraten ist. Heino trat in Bad Belzig auf, um sich hinter Richard Mänder zu stellen, der nach dem Abspielen einer umstrittenen Version der deutschen Nationalhymne von seiner Jury-Tätigkeit enthoben worden war. Das Konzert zog rund 800 Besucher an, darunter Musikerkollegen und politische Persönlichkeiten.
Der Auftritt folgte auf Mänders Ausschluss von den Deutschen Feuerwehrmeisterschaften in Torgau. Die Verantwortlichen handelten, nachdem er Heinos Aufnahme der Nationalhymne aus den 1970er-Jahren gespielt hatte – eine Version, die alle drei Strophen enthält, von denen einige immer wieder für Diskussionen sorgen. Mänder wies später Verbindungen zur rechten Szene zurück, bedauerte jedoch das "Missverständnis" und betonte, dass er nicht der Einzige sein dürfe, der dafür zur Verantwortung gezogen werde.
Feuerwehrleute aus Sachsen und Thüringen reisten nach Bad Belzig, um ihre Solidarität zu zeigen, und füllten etwa die Hälfte des Publikums. Auf der Bühne schwenkte Mänder eine Deutschlandfahne und erhielt von Heino signierte Fanartikel. Dessen Manager, Helmut Werner, verteidigte das Konzert als Zeichen der Unterstützung und forderte, Mänder verdiene eine zweite Chance.
Während des Auftritts spielte Heino Layla, einen Song, der bereits wegen sexistischer Textzeilen in der Kritik stand. Das Publikum reagierte begeistert. Werner wies zudem Vorwürfe zurück, Heino stehe rechtem Gedankengut nahe, und verwies auf dessen frühere Forderung nach einem Verbot der rechtspopulistischen AfD sowie seine Stimmen für SPD und CDU in der Vergangenheit.
Der Deutsche Feuerwehrverband hat bisher keine weiteren Schritte bekannt gegeben, um Mänders Beteiligung an künftigen Wettbewerben zu verhindern. Unter den Gästen des Abends befanden sich auch der AfD-Bundestagsabgeordnete Lars Schieske und die Schlagersängerin Melanie Müller.
Das Konzert unterstrich die anhaltenden Spannungen um Mänders Handeln und die Verwendung der Nationalhymne. Während die Anwesenheit der Feuerwehrleute ihre Unterstützung signalisierte, bleibt die Entscheidung des Verbandes unverändert. Heinos Auftritt, eine Mischung aus Musik und politischer Symbolik, hielt die Debatte damit weiter in der Öffentlichkeit präsent.






