Lüneburgs Kreistag blockt Rettungsdienst-Reform von Ministerin Warken ab
José MartinLüneburgs Kreistag blockt Rettungsdienst-Reform von Ministerin Warken ab
Landkreis Lüneburg lehnt geplante Reformen im Rettungsdienst entschieden ab
Der Kreistag Lüneburg hat sich mit einer einstimmigen Resolution klar gegen die geplanten Reformen im Rettungsdienst positioniert. Die Vorhaben von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, die Notfallversorgung unter die Kontrolle der gesetzlichen Krankenkassen zu stellen, stoßen damit auf massiven Widerstand.
Seit mehr als 30 Jahren organisieren die Landkreise in Niedersachsen – darunter auch Lüneburg – den Rettungsdienst im Rahmen ihrer öffentlichen Sicherheitsaufgaben. Der Rat betrachtet diese kommunalen Strukturen als bewährt und eng verzahnt mit anderen lebenswichtigen Dienstleistungen.
Ministerin Warkens Reform zielt darauf ab, dieses System durch ein bundesweites Modell zu ersetzen, das strenge Kostenvorgaben vorsieht. Sigrid Vossers, die für den Rettungsdienst zuständige Kreistagsabgeordnete, hat die Pläne öffentlich zurückgewiesen. Sie warnt, dass eine Entmachtung der Kommunen die bestehende, funktionierende Struktur gefährden würde.
In der Resolution fordern die Abgeordneten lokale Bundestagsabgeordnete, die Bundesregierung sowie Bundestag und Bundesrat auf, die aktuellen Regelungen beizubehalten. Die Verantwortung für die Notfallversorgung müsse bei Ländern und Kommunen verbleiben, heißt es darin. Eventuelle Änderungen dürften weder die kommunalen Haushalte noch die Bevölkerung zusätzlich belasten.
Die Entscheidung des Kreistags spiegelt den breiten lokalen Widerstand gegen die Reform wider. Gleichzeitig bekräftigt der Landkreis sein Bekenntnis, den Rettungsdienst in kommunaler Trägerschaft zu erhalten. Die Resolution appelliert nun an die übergeordneten Regierungsebenen, diese Haltung zu respektieren.
