31 March 2026, 10:26

Paderborn eröffnet neues Jugendjustizzentrum gegen Jugendkriminalität

Eine Gruppe von Kindern steht auf einem Basketballplatz mit Papiertüten und einer Platte in der N├Ąhe, vor einem Hintergrund aus Z├Ąunen, Masten, Stra├čenlaternen, B├Ąumen, Geb├Ąuden, H├Ąngen und Himmel.

Paderborn eröffnet neues Jugendjustizzentrum gegen Jugendkriminalität

Neues Jugendjustizzentrum in Paderborn eröffnet – Prävention gegen Jugendkriminalität

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In direkter Nähe zum Paderborner Hauptbahnhof hat ein neues Jugendjustizzentrum seine Türen geöffnet, um der Jugendkriminalität entgegenzuwirken. Die Einrichtung vereint Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendhilfe unter einem Dach. Ziel ist es, junge Straftäter durch gezielte Unterstützung und Rechtsaufklärung davon abzuhalten, rückfällig zu werden.

Das Zentrum ist bereits das achte seiner Art in Nordrhein-Westfalen – das erste war 2009 in Köln gestartet. Paderborn selbst verfügt seit 2012 über eine solche Einrichtung, die jährlich etwa 50 junge Menschen begleitet. Ein weiteres Zentrum ist zudem in Duisburg geplant.

Die jungen Täter erhalten an dem neuen Standort eine intensivere Betreuung als bisher. Dazu gehören feste Ansprechpartner sowie maßgeschneiderte Hilfsprogramme. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung von Rechtsbewusstsein – also das Verständnis für gesetzliche Grenzen und die Konsequenzen bei Verstößen.

Die enge Zusammenarbeit zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendamt ist mittlerweile ein zentraler Baustein der regionalen Strategie. Allerdings gibt es keine offiziellen Zahlen dazu, wie viele Straftaten dadurch verhindert oder wie viele Jugendliche von weiteren Verstößen abgehalten wurden. Schätzungen für die Jahre 2024/2025 gehen landesweit von 5.000 bis 7.000 erreichten jungen Menschen in allen Zentren aus – die genauen Zahlen variieren jedoch je nach Standort und Jahr.

Das Jugendjustizzentrum fungiert als zentrale Anlaufstelle für Intervention und Prävention. Die Täter sollen hier sowohl zur juristischen Verantwortung gezogen als auch durch strukturierte Hilfen vor Rückfällen bewahrt werden. Zwar fehlen bisher Erfolgsmessungen, doch das Modell wird weiter im Land ausgebaut.

Quelle