15 May 2026, 20:24

VW zahlt 3.950 Euro Prämie trotz Milliardenverlust und Diesel-Skandal

Schwarz-weißes Papier mit der Aufschrift "Glad News for 1941 Quality and Service at a Fair Price", datiert auf 1941.

VW zahlt 3.950 Euro Prämie trotz Milliardenverlust und Diesel-Skandal

Volkswagen hat trotz rekordhoher Verluste im Jahr 2015 eine Sonderzahlung von fast 4.000 Euro für seine Stammbelegschaft angekündigt. Die Auszahlung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Konzern mit den Folgen des Diesel-Abgasskandals kämpft. Unterdessen bereitet Norwegens Staatsfonds eine Klage gegen den Automobilhersteller vor.

Rund 120.000 VW-Mitarbeiter erhalten eine Gewinnbeteiligung in Höhe von 3.950 Euro gemäß dem haustariflichen Entgeltabkommen des Unternehmens. Die Zahlung, die Bernd Osterloh, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats von Volkswagen, bestätigt hat, wird mit den Mai-Gehältern ausgezahlt. Diese Entscheidung folgt auf ein Jahr finanzieller Turbulenzen, in dem der Konzern 2015 einen Verlust von 5,5 Milliarden Euro verbuchte.

Stephan Weil, der SPD-Ministerpräsident von Niedersachsen und Mitglied des VW-Aufsichtsrats, unterstützte die Vereinbarung über die Sonderzahlung. Dennoch bleiben Streitigkeiten über die Vergütung der Führungskräfte ungelöst. SPD-Chef Sigmar Gabriel kritisierte Millionenauszahlungen an Manager, während das Unternehmen in der Krise steckt. Nach dem überarbeiteten Vergütungsmodell werden die Vorstände deutlich geringere Bezüge erhalten – ein Teil ihrer variablen Vergütung wird für drei Jahre gestreckt und an die Erholung des Aktienkurses geknüpft.

Norwegens Staatsfonds NBIM, der 1,64 Prozent der VW-Stammaktien hält, kündigte an, den Konzern zu verklagen. Der Fonds wirft der VW-Führung vor, von der Verwendung der illegalen Abschalteinrichtung in Dieselfahrzeugen gewusst zu haben. Durch den starken Kursverfall der Aktie hat der NBIM bereits Verluste in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro erlitten.

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Die 3.950-Euro-Prämie wird den Mitarbeitern im kommenden Monat ausgezahlt und bietet ihnen eine gewisse Entlastung angesichts der anhaltenden finanziellen Herausforderungen. Gleichzeitig erhöht der juristische Druck durch Großaktionäre wie den NBIM den Problemdruck auf Volkswagen. Die gestreckten Managergehälter und gekürzten Boni spiegeln die Bemühungen des Unternehmens wider, die Vergütung an die angespannte Performance anzupassen.

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