Paul Wanner wechselt die Nationalmannschaft: Vom DFB zu Österreich vor der WM 2026
Nikolaus FreudenbergerPaul Wanner wechselt die Nationalmannschaft: Vom DFB zu Österreich vor der WM 2026
Paul Wanner, der 20-jährige Mittelfeldspieler, hat seine nationale Spielberechtigung von Deutschland zu Österreich gewechselt. Seine Entscheidung im März 2026 beendete seine Zeit im Nachwuchsbereich des DFB, in dem er alle Jugendmannschaften durchlaufen hatte. Der Wechsel erfolgt vor der WM 2026 – der Spieler begründet seinen Schritt mit persönlichen und beruflichen Motiven.
Geboren wurde Wanner in Dornbirn als Sohn einer Vorarlbergerin und eines deutschen Vaters; aufgewachsen ist er in Amtzell, einer kleinen Gemeinde in Oberschwaben nahe der österreichischen Grenze. Mit 13 verließ er seinen Heimatverein in Ravensburg und wechselte in die Jugendakademie des FC Bayern München, bevor er später zu PSV Eindhoven ging.
Bei den deutschen Jugendnationalmannschaften war Wanner Stammspieler und bestritt neun Partien für die U21. Mit ihr erreichte er im Sommer 2025 das EM-Finale, und U21-Trainer Antonio Di Salvo sah in ihm einen künftigen A-Nationalspieler für Deutschland. Doch nach einer Absage für die deutsche A-Auswahl im November 2021 unter Julian Nagelsmann entschied er sich endgültig für Österreich.
Ralf Rangnick, Österreichs Teamchef, spielte eine zentrale Rolle bei Wanners Entscheidung. Der Spieler äußerte seitdem die Hoffnung, dass Rangnick auch nach der WM im Amt bleibt. Zwar gibt Wanner offen zu, die österreichische Nationalhymne noch zu lernen, doch brennt er darauf, als klassische "Zehn" für die Mannschaft zu spielen. Sein Wechsel war nicht nur ein Schritt zur WM-Teilnahme, sondern auch eine Frage der persönlichen Verbundenheit mit Österreich.
Mit dem Wechsel endet Wanners Zeit beim DFB, wo er als eines der größten Jugendtalente galt. Nun bereitet er sich darauf vor, Österreich bei der anstehenden Weltmeisterschaft zu vertreten – sein Fokus liegt auf der Anpassung an eine neue Rolle im Mittelfeld. Auf seine Vereinskarriere bei PSV Eindhoven hat die Entscheidung laut Berichten keine Auswirkungen.






