Pytlick-Transfer: Flensburg und Berlin liefern sich Machtkampf um Handball-Star
Fatima TrubinPytlick-Transfer: Flensburg und Berlin liefern sich Machtkampf um Handball-Star
Ein Transferstreit zwischen der SG Flensburg-Handewitt und den Füchsen Berlin um den Starspieler Simon Pytlick bahnt sich an. Der dänische Handball-Nationalspieler wird Flensburg zwar bis spätestens 2027 verlassen, doch die Spannungen nehmen zu, da ein früherer Wechsel im Raum steht. Beide Vereine stecken nun in einer Pattsituation, nachdem Pytlick eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag aktiviert hat.
Die Lage hat sich zugespitzt, nachdem Pytlick die Führungsetage Flensburgs öffentlich kritisierte. Berlin hingegen betont, trotz großen Interesses an einer früheren Verpflichtung nicht überzahlen zu wollen – schon gar nicht für nur eine Saison.
Pytlick war lange eine Schlüsselfigur im Kader der SG Flensburg und hatte seinen Vertrag erst im April 2025 verlängert. Als Topscorer und Leistungsträger band er sich langfristig an den Verein – baute jedoch eine Klausel ein, die ihm 2027 einen Wechsel zu den Füchsen Berlin ermöglicht. Nun drängen sowohl er als auch der Berliner Klub auf einen vorzeitigen Transfer, möglicherweise bereits 2026.
Medienberichte spekulierten über eine Ablösesumme von über einer Million Euro, doch sowohl der Sportdirektor Flensburgs als auch der Präsident der Füchse wiesen diese Zahl als unrealistisch zurück. Berlins Führung machte deutlich, dass sich ein hoher Preis für nur eine Spielzeit nicht rechtfertigen lasse – selbst nach einem "substanziellen" Angebot.
Der Konflikt vertiefte sich, als Pytlick einräumte, das Vertrauen in die Flensburger Vereinsführung verloren zu haben. Sein Nationalmannschaftskollege Mathias Gidsel, der ebenfalls nach Berlin wechselt, stellte sich öffentlich hinter ihn. Trotz des Drucks gab es bisher jedoch keine offiziellen Verhandlungen zwischen den Klubs.
Flensburg kündigte nun an, ein klärendes Gespräch mit Pytlick zu suchen, um die Blockade zu lösen. Doch bis eine Einigung erzielt wird, bleibt die Zukunft des Spielers ungewiss.
Pytlicks Wechsel zu den Füchsen steht zwar spätestens 2027 fest, doch der Vorstoß für einen früheren Transfer sorgt für Reibereien. Solange keine aktiven Verhandlungen stattfinden, bleibt die Pattsituation zwischen den Vereinen bestehen. Die Entscheidung hängt nun davon ab, ob Flensburg und Berlin einen Kompromiss finden – oder ob Pytlick bis zu seinem vertraglich vereinbarten, ablösesummenfreien Abgang bleibt.






