30 March 2026, 14:28

Sachsens Apothekensterben beschleunigt sich – unter 900 Filialen übrig

Außenansicht des 'Generika Apotheken'-Ladens mit umliegenden Gebäuden, Versorgungsinfrastruktur und Straßenelementen unter einem klaren blauen Himmel.

Sachsens Apothekensterben beschleunigt sich – unter 900 Filialen übrig

Zahl der Apotheken in Sachsen erstmals unter 900 gefallen

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In Sachsen ist die Zahl der Apotheken erstmals unter 900 gesunken. Zwischen 2016 und 2025 verlor die Region 121 Apotheken, wobei sich die Schließungen in den letzten Jahren beschleunigt haben. Göran Donner, Präsident des Landesapothekerverbandes Sachsen, warnt, dass sich dieser Trend vorerst nicht abschwächen werde.

Von 2016 bis 2020 schlossen in Sachsen 36 Apotheken. In den folgenden fünf Jahren bis Ende 2025 kamen weitere 85 Schließungen hinzu. Allein im vergangenen Jahr mussten 13 Apotheken ihre Türen für immer schließen.

Donner führt wirtschaftliche Schwierigkeiten als Hauptgrund für die Schließungen an. Sein Argument: Nur finanziell gut aufgestellte Apotheken könnten die wachsenden Anforderungen des von der Bundesregierung geplanten Apothekenreformgesetzes erfüllen. Ohne bessere Finanzierung werde es für viele schwierig, den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Besonders besorgniserregend ist die Lage in ländlichen Gebieten. Donner befürchtet, dass die von der Bundesregierung im Koalitionsvertrag versprochenen Anpassungen der Vergütungen ausbleiben. Dann drohe die flächendeckende Gesundheitsversorgung in Sachsen bald nicht mehr gewährleistet zu sein.

Der stetige Rückgang der Apotheken wirft Fragen nach der künftigen medizinischen Versorgung in Sachsen auf. Ohne Gegenmaßnahmen sind weitere Schließungen wahrscheinlich – vor allem in dünn besiedelten Regionen. Nun bleibt abzuwarten, ob die angekündigten Gebührenanpassungen rechtzeitig kommen, um die Entwicklung noch umzukehren.

Quelle