Streit um Rehkitz in Bockhorn: Polizei ermittelt wegen Jagdrechtsverstoß
Nikolaus FreudenbergerStreit um Rehkitz in Bockhorn: Polizei ermittelt wegen Jagdrechtsverstoß
Ein Streit um ein junges Rehkitz hat in Bockhorn bei Varel zu polizeilichen Ermittlungen geführt. Der Vorfall begann, als ein 24-jähriger Mann das Tier im Wald entdeckte und sich später mit Nachbarn über dessen Pflege überwarf. Nun haben die Behörden eingreifen müssen, um die Situation zu klären.
Der Mann hatte das Rehkitz zunächst in einem Waldgebiet gefunden und mit nach Hause genommen, um es zu versorgen. Später übergab er es einem in der Nähe wohnenden Paar, das sich bereit erklärte, das Tier zu pflegen. Doch als er das Kitz zurückforderte und das Paar sich weigerte, kam es zum Streit.
Am Montagabend wurde die Polizei gerufen, um den Konflikt zu schlichten. Im Rahmen des Einsatzes leiteten die Beamten Ermittlungen wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Jagdrecht ein. Das Rehkitz wurde unterdessen in eine Wildtierauffangstation gebracht, wo es nun fachgerecht versorgt wird.
Die örtlichen Behörden erinnerten die Bevölkerung daran, junge Wildtiere im Wald nicht anzufassen. Sollte ein Tier verletzt oder in Not erscheinen, solle man stattdessen die Polizei oder den zuständigen Jagdausübungsberechtigten kontaktieren, anstatt selbst einzugreifen.
Der Fall wird weiterhin untersucht, insbesondere ob gegen Artenschutzbestimmungen verstoßen wurde. Das Rehkitz befindet sich inzwischen in professioneller Obhut in einer Auffangstation. Die Behörden appellieren weiterhin an die Bürger, bei Begegnungen mit Wildtieren die geltenden Richtlinien zu beachten, um ähnliche Vorfälle zu vermeiden.






