Stuttgarter Apotheke setzt als Erste auf Scanacs für Papierrezepte mit der AOK
Fatima TrubinStuttgarter Apotheke setzt als Erste auf Scanacs für Papierrezepte mit der AOK
Apotheke in Stuttgart nutzt als erste in Baden-Württemberg Scanacs-Plattform für die Abrechnung von Papierrezepten mit der AOK
Eine Apotheke in Stuttgart ist die erste in Baden-Württemberg, die Papierrezepte über die Scanacs-Plattform mit der AOK Baden-Württemberg abrechnet. Der Schritt markiert einen wichtigen Meilenstein bei der Standardisierung der Apothekenabrechnung im Rahmen des Arzneimittelversorgungsvertrags (AVV) der Region. Scanacs-Geschäftsführer Frank Böhme bezeichnete dies als Durchbruch für die flächendeckende Einführung des Systems.
Das neue Verfahren ermöglicht es Apotheken, sowohl elektronische als auch Papierrezepte innerhalb desselben Abrechnungszyklus zu bearbeiten. Im Januar rechnete die Stuttgarter Apotheke über Scanacs Muster-16-Rezepte im Gesamtwert von mehr als 80.000 Euro ab. Während E-Rezepte weiterhin über die Apo-TI-Schnittstelle laufen, werden sie nun direkt in die Plattform zur Rechnungsstellung eingespeist.
Der AVV schreibt vor, dass alle Apotheken ein einheitliches Abrechnungsverfahren anwenden müssen. Ihnen bleibt jedoch die Wahl, entweder selbst abzurechnen oder eine Clearingstelle zu nutzen. Scanacs betont, dass das System keinen zusätzlichen Arbeitsaufwand verursacht und keine Einschränkungen bei der Häufigkeit der Abrechnungseinreichung mit sich bringt.
Böhme sieht in dem Erfolg ein Vorbild für künftige Verhandlungen mit anderen Krankenkassen. Das Unternehmen plant, den Prozess während der Übergangsphase weiter zu optimieren, mit dem Ziel, ihn zu einem festen Bestandteil des Apothekenbetriebs zu machen.
Die erste erfolgreiche Abrechnung von Papierrezepten über Scanacs unterstreicht die wachsende Bedeutung der Plattform für die Apothekenabrechnung in Baden-Württemberg. Da für die Apotheken kein Mehraufwand entsteht, könnte das System bald zum Standard werden. In der nächsten Phase geht es darum, die Nutzung auf weitere Krankenkassen und Standorte auszuweiten.






