30 March 2026, 10:26

Telematikinfrastruktur: Bundesregierung verschiebt Frist für Therapeuten bis 2027

Schwarz-weißer Architekturplan des Rosenhof-Krankenhauses in Hamburg, Deutschland, mit detaillierter.Layout mit zahlreichen Drähten, Zimmern, Fluren und Textanmerkungen auf altem Papier.

Telematikinfrastruktur: Bundesregierung verschiebt Frist für Therapeuten bis 2027

Die Bundesregierung hat die Frist für Therapeuten und Anbieter medizinischer Hilfsmittel zur Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) verschoben. Ursprünglich für Anfang 2023 vorgesehen, gilt nun der 1. Oktober 2027 als neuer Stichtag. Von der Verzögerung betroffen sind etwa 90.000 Leistungserbringer in ganz Deutschland.

Als Hauptgründe für die Verlängerung wurden regulatorische Hürden, unklare Datenschutzbestimmungen und die geringe Verbreitung der elektronischen Patientenakte (ePA) genannt. Behördenvertreter argumentieren, dass diese Probleme rechtliche Unsicherheiten schaffen und die Digitalisierungsbemühungen verlangsamen. Trotz des Rückschlags betont die Regierung mögliche Vorteile, darunter eine verbesserte Patientensicherheit, einen besseren Datenaustausch durch die Integration der ePA sowie eine vereinfachte verordnungsbasierte Medikamentenverwaltung per App.

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Das Deutsche Ärzteabrechnungszentrum hat Leistungserbringer aufgefordert, sich bereits vor dem neuen Termin freiwillig an die TI anzuschließen. Gleichzeitig steht der IT-Dienstleister Cherry aufgrund der Verschiebung vor erheblichen finanziellen Verlusten. Das in Auerbach ansässige Unternehmen hat Maßnahmen zur Umsatzkompensation eingeführt, um die Auswirkungen abzufedern.

Der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten begrüßt die Fristverlängerung. Man sehe darin die Chance, die notwendige Infrastruktur vor der vollständigen Umsetzung weiter auszubauen.

Der verlängerte Zeitrahmen gibt Leistungserbringern und IT-Unternehmen mehr Spielraum, um technische und rechtliche Herausforderungen zu bewältigen. Zudem ermöglicht er eine breitere Einführung des ePA-Systems, von dem man sich eine Verbesserung der Patientenversorgung verspricht. Mit der Entscheidung will die Regierung einen reibungsloseren Übergang zu digitalen Gesundheitsdiensten sicherstellen.

Quelle