27 March 2026, 14:30

Wie Misstrauen gegen Staat und Medien neue Gemeinschaften schafft

Gelblicher Zeitungsausschnitt mit schwarzer Tinte, ├ťberschrift "Semanario Repúblicano Democrático Federal", Wort "Diskussion" sichtbar, leicht zerknittert.

Wie Misstrauen gegen Staat und Medien neue Gemeinschaften schafft

Der Soziologe Aladin El-Mafaalani hat untersucht, warum das Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen, Gerichten, der Wissenschaft und den Medien weiterhin wächst. In seinem neuesten Buch "Gemeinschaften des Misstrauens" analysiert er, wie skeptische Menschen enge Gruppen bilden – oft im Umfeld populistischer Bewegungen wie der deutschen Rechtspopulisten von der AfD oder hinter Figuren wie Donald Trump.

El-Mafaalani argumentiert, dass misstrauische Menschen dazu neigen, anderen zu vertrauen, die ihre Skepsis teilen. Diese "Gemeinschaften des Misstrauens" vernetzen sich heute durch digitale Medien leichter als je zuvor und organisieren sich auf Weise, die früher undenkbar waren. Populistische Strategen nutzen diesen Vertrauensverlust gezielt aus und untergraben gezielt Institutionen, die einst öffentliches Vertrauen genossen.

Seine Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass selbst dann, wenn Parteien wie die AfD an die Macht kommen und sich als unfähig erweisen, das Vertrauen in die Demokratie möglicherweise nicht zurückkehrt. Der Schaden, so El-Mafaalani, sitze zu tief. Stattdessen betont seine Arbeit die Notwendigkeit neuer Ansätze, um der Anziehungskraft des Rechtspopulismus entgegenzuwirken.

Peter Unfried, Chefredakteur des Magazins "FUTURZWEI", hat gefragt, welche konkreten Schritte sich aus El-Mafaalannis Erkenntnissen ableiten ließen. Die Einsichten des Buches reichen über Deutschland hinaus und bieten ein Rahmenwerk, um ähnliche Entwicklungen weltweit zu verstehen.

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El-Mafaalannis Analyse liefert ein klareres Bild davon, wie sich Misstrauen verbreitet und verfestigt. Indem er sich auf die Mechanismen dieser Gemeinschaften konzentriert, zeigt seine Forschung Wege für gezieltere Gegenmaßnahmen auf. Die Herausforderung besteht nun darin, diese Lehren anzuwenden, bevor populistische Bewegungen das demokratische Vertrauen weiter aushöhlen.

Quelle