25 March 2026, 06:23

Wie Volkswagen seine globale Logistik in 20 Jahren revolutionierte

Balkendiagramm, das die globalen Automobilimporte und -exporte im Jahr 2011 zeigt, mit Balken für verschiedene Länder und ihre jeweiligen Geldbeträge.

Wie Volkswagen seine globale Logistik in 20 Jahren revolutionierte

Die Logistik der Volkswagen Group hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten radikal gewandelt. Was 2004 als zentralisierte Abteilung unter dem Namen Konzernlogistik begann, beschäftigt heute fast 800 Mitarbeiter und nimmt eine Schlüsselrolle in der Unternehmensstrategie ein. Unter der Führung von Thomas Zernechel hat sich der Bereich parallel zur wachsenden Komplexität und globalen Ausrichtung des Konzerns kontinuierlich weiterentwickelt.

Seit den späten 1990er-Jahren hat sich der Produktions- und Absatzfußabdruck der Volkswagen Group weit über Europa hinaus ausgedehnt. Heute betreibt der Konzern rund 120 Werke in mehr als 30 Ländern – exakte Zahlen zur regionalen Verteilung werden jedoch nicht bekannt gegeben. Bereits 2016 hatte die Region Asien-Pazifik Europa als größten Absatzmarkt überholt: Seither werden mehr Fahrzeuge außerhalb des Kontinents ausgeliefert als innerhalb.

Auch das Produktportfolio ist deutlich gewachsen: Vor zwei Jahrzehnten umfasste es etwa 100 Modelle, heute sind es über 300. Die Anzahl der Marken hat sich mehr als verdoppelt – von einst fünf auf zwölf, darunter nun auch Luxusmarken und Nutzfahrzeughersteller. Diese Expansion hat die täglichen Logistikvolumina in die Höhe getrieben: Pro Tag bewegt die Gruppe 180 Millionen Bauteile, 40.000 fertige Fahrzeuge und Millionen von Lkw-Ladungen. Jährlich werden 100.000 Zugtransporte, 250.000 Seecontainer und 2,3 Millionen Fahrzeuge mit RoRo-Schiffen (Roll-on/Roll-off) transportiert.

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Um diese Dimensionen zu bewältigen, hat die Konzernlogistik tiefgreifende strukturelle Veränderungen umgesetzt. Dazu zählen die Integration der Markenlogistik, die Standardisierung von Ladungsträgern sowie der Aufbau von Crossdocking-Drehkreuzen in Europa und Nordamerika. Digitale Lösungen sind mittlerweile zentral: Automatisierte Transportsysteme, RFID-Verfolgung und das cloudbasierte System Discovery steigern die Effizienz. Trotz längerer Transportwege, einer größeren Teilevielfalt und komplexerer Produktion ist es gelungen, die Logistikkosten stabil zu halten – oder sogar als Anteil an den Gesamtfahrzeugkosten zu senken.

Das Logistiknetz der Volkswagen Group erstreckt sich heute über Kontinente und trägt eine deutlich größere und vielfältigere Operation als noch vor 20 Jahren. Digitale Fortschritte und strategische Umstrukturierungen haben es ermöglicht, die wachsende Komplexität zu meistern, ohne dass die Kosten im gleichen Maße stiegen. Die Anpassungsfähigkeit des Systems bleibt entscheidend, während sich globale Nachfrage und Produktion weiterentwickeln.

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