30 March 2026, 20:25

ZDK-Präsident warnt: Autohäuser kämpfen um Überleben in der E-Auto-Ära

Balkendiagramm, das die Anzahl der Elektrofahrzeuge in den USA mit der Zunahme von BMWs installierter Kapazität zeigt.

ZDK-Präsident warnt: Autohäuser kämpfen um Überleben in der E-Auto-Ära

Burkhard Weller, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), warnt vor tiefgreifenden Umbrüchen in der Automobilbranche. Im jüngsten AUTOHAUS-Podcast betonte er die wachsenden Risiken für Autohäuser und den Kundendienstbereich angesichts der beschleunigten Elektrifizierung. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Branche klarere politische Vorgaben und eine stärkere Interessenvertretung fordert.

Laut Weller droht eine drastische Verringerung der Händlerzahlen, sollten sich die aktuellen Trends fortsetzen. Er schätzt, dass langfristig weniger als 12.000 Standorte und nur noch 3.000 unabhängige Inhaber übrig bleiben – ein deutlicher Rückgang gegenüber früheren Zahlen. Der Umstieg auf Elektrofahrzeuge werde zudem das Servicegeschäft halbieren, da E-Autos weniger Wartung benötigen und geringerer Abnutzung unterliegen.

Der ZDK-Präsident kritisierte zudem die undurchsichtigen Förderprogramme. Er forderte vereinfachte Verfahren für Kaufanreize von Elektroautos, darunter eine rückwirkende Gültigkeit ab dem 1. Januar sowie die Einbeziehung junger Gebrauchtwagen. Bürokratische Hürden bremsten seiner Meinung nach die Verbreitung und belasteten die Händler unnötig.

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In puncto politische Einbindung verwies Weller darauf, dass Entscheidungsträger besser reagierten, wenn Unternehmer direkt das Wort ergreifen. Der ZDK wolle der Branche eine einheitliche, unabhängige Stimme verleihen, um fairere Regulierungen durchzusetzen. Seine eigenen Erfahrungen als Autohändler untermauern diese Reformforderungen.

Die Warnungen spiegeln die allgemeinen Sorgen um die Zukunft der deutschen Autohäuser wider. Angesichts sinkender Serviceanforderungen und schrumpfender Margen droht vielen Betrieben die Schließung – es sei denn, die Politik passt sich an. Wellers Vorschläge zielen sowohl auf kurzfristige Entlastungen als auch auf langfristige strukturelle Veränderungen ab, um den Sektor zu stabilisieren.

Quelle