Ärztemangel in Niedersachsen: Patienten kämpfen um Termine, Regierung reagiert mit Notfallplan
"Bauchschmerzen" - Wo der Arztmangel in Niedersachsen für Frust sorgt - Ärztemangel in Niedersachsen: Patienten kämpfen um Termine, Regierung reagiert mit Notfallplan
Niedersachsen kämpft mit massivem Ärztemangel – vor allem auf dem Land
In Niedersachsen verschärft sich der Ärztemangel dramatisch, besonders in ländlichen Regionen, wo Patienten kaum noch Termine bei Fachärzten bekommen. Viele legen weite Strecken zurück oder erscheinen bereits vor Tagesanbruch, um überhaupt behandelt zu werden. Die Regierung hat nun ein Maßnahmenpaket angekündigt, um die Krise durch den Ausbau der medizinischen Ausbildung einzudämmen.
Aktuell stehen in der gesamten Region nur 876 Studienplätze für Humanmedizin zur Verfügung – deutlich unter dem Bundesschnitt. Da Hunderte Stellen für Haus- und Fachärzte unbesetzt bleiben, setzt die Politik auf neue Anreize, um mehr Mediziner in unterversorgte Gebiete zu locken.
In ländlichen Gemeinden wie Weener und Bunde hat die Situation einen kritischen Punkt erreicht. Der Dermatologe Bernd Brinker bietet offene Sprechstunden an, zu denen Patienten aus bis zu 80 Kilometern Entfernung anreisen. Viele stehen bereits um 6:00 Uhr morgens Schlange, verzweifelt auf der Suche nach Behandlung. Der Hausarzt Holger Plochg in Bunde versorgt mittlerweile alle drei Monate rund 3.000 Patienten – das Fünffache seiner früheren Arbeitsbelastung. Beide Ärzte warnen, dass sich die Versorgung über Jahre verschlechtert hat: Die Nachfrage steigt, während die Zahl der Behandler sinkt.
Ein zentrales Problem ist der Mangel an Ausbildungsplätzen. Niedersachsen bietet nur zehn Medizinstudienplätze pro 100.000 Einwohner an – weniger als die meisten anderen Bundesländer. Junge Ärzte ziehen zudem Städte vor, wo bessere Infrastruktur und Arbeitsbedingungen die Niederlassung attraktiver machen. Die ländlichen Regionen, ohnehin schon benachteiligt, verlieren dadurch weiter an Versorgungskapazitäten.
Um gegenzusteuern, hat die Regierung einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt. Kernstück ist die "Landarztquote": Künftig werden jährlich 60 Studienplätze für angehende Mediziner reserviert, die sich verpflichten, nach ihrem Abschluss zehn Jahre lang als Hausärzte in unterversorgten Gebieten zu arbeiten. Zudem kommen in diesem Jahr 80 zusätzliche Plätze an der Universitätsmedizin Oldenburg hinzu, sodass dort bis zum Wintersemester 2026/2027 insgesamt 200 Studierende ausgebildet werden können.
Ärzte wie Plochg und Brinker begrüßen die Ausweitung, halten sie aber für unzureichend. Plochg fordert bundesweit 4.000 bis 5.000 zusätzliche Studienplätze, um den Bedarf zu decken. Ohne weitere Schritte, so die Warnung, werden Patienten auf dem Land auch künftig mit langen Wartezeiten und beschwerlichen Anfahrten für grundlegende Behandlungen konfrontiert sein.
Die neuen Maßnahmen der Regierung zielen darauf ab, den Ärztemangel durch mehr Ausbildungsplätze und Anreize für die Landarztpraxis zu mildern. Falls erfolgreich, könnten die 80 zusätzlichen Plätze in Oldenburg und die Landarztquote kritische Versorgungslücken schließen. Angesichts der weiterhin wachsenden Nachfrage dürften jedoch weitere Schritte nötig sein, um die medizinische Grundversorgung in unterversorgten Regionen langfristig zu sichern.
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